Lünen gedenkt der Opfer des Nationalsozialismus mit bewegendem Marsch durch die Stadt
Miriam KönigLünen gedenkt der Opfer des Nationalsozialismus mit bewegendem Marsch durch die Stadt
Rund 100 Menschen versammelten sich am 27. Januar in Lünen zu einem Gedenkmarsch für die Opfer des Nationalsozialismus. Die Veranstaltung fand im Rahmen des bundesweiten Holocaust-Gedenktags statt und wurde von lokalen Initiativen organisiert, darunter die Lünener Initiative Stolpersteine und das städtische Museum. Bürgermeisterin Martina Förster-Teutenberg eröffnete den Marsch mit einer Rede auf dem Evangelischen Friedhof an der Kirchhofstraße.
Die Route begann am Friedhof und führte durch zentrale Orte der Stadt. Die Teilnehmer machten Halt an der Viktoriaschule, am Hauptbahnhof sowie an mehreren Stationen mit Stolpersteinen. Zudem besuchten sie das Holocaust-Mahnmal an der Lippe, wo an jedem Punkt innegehalten und der Opfer gedacht wurde.
Musikalisch begleitet wurde der Marsch vom Blechbläserensemble Lünen-Süd. Die Organisatoren verzeichneten großes öffentliches Interesse – etwa 100 Menschen schlossen sich dem Zug an. Nach dem letzten Stopp traf sich die Gruppe im Gemeinschaftszentrum St. Georg zu einem gemeinsamen Abschluss.
Bürgermeisterin Förster-Teutenberg betonte in ihrer Ansprache die Bedeutung der lokalen Erinnerungskultur und die gesellschaftliche Verantwortung, diese Geschichte wachzuhalten. Die Lünener Initiative Stolpersteine, das Stadtmuseum sowie Gästeführer hatten die Veranstaltung koordiniert. Die Organisatoren zeigten sich zufrieden mit der Resonanz und kündigten an, den Gedenkmarsch künftig als jährliche Tradition im Rahmen der Lünener Erinnerungskultur zu etablieren.
Der Marsch brachte Anwohner zusammen, um der Vergangenheit zu gedenken und der Opfer zu denken. Mit der geplanten jährlichen Wiederholung will Lünen sein Engagement für die Erinnerungskultur weiter stärken. Die Beteiligung lokaler Gruppen und der Bürgermeisterin unterstrich das Bestreben der Stadt, diese Geschichte lebendig zu halten.






