17 January 2026, 13:42

Kunstakademie Düsseldorf hält an umstrittener Veranstaltung mit palästinensischer Künstlerin fest

Ein Plakat an einer Gebäudewand in München, Deutschland, das ein Bild von zwei geflügelten Figuren und Text zeigt.

Palästinensischer Künstler tritt nicht an der Akademie auf - Kunstakademie Düsseldorf hält an umstrittener Veranstaltung mit palästinensischer Künstlerin fest

Eine geplante Veranstaltung an der Kunstakademie Düsseldorf mit der palästinensischen Künstlerin Basma al-Sharif hat für Kontroversen gesorgt. Jüdische Organisationen fordern die Absage der Veranstaltung und verweisen dabei auf bedenkliche Aktivitäten der Künstlerin in sozialen Medien. Die Akademie hingegen lehnt es ab, die Einladung zurückzuziehen.

Das Netzwerk jüdischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie die Jüdische Gemeinde Düsseldorf haben die Streichung der Veranstaltung gefordert. Sie werfen al-Sharif vor, in ihren Beiträgen Terrorismus zu verherrlichen und antisemitische Hetze gegen Israel zu verbreiten.

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Die Akademie hatte die Künstlerin aufgrund ihres international anerkannten künstlerischen Schaffens ausgewählt. Als Reaktion auf die Kritik trafen sich Verantwortliche mit den studierenden Organisator:innen, um Rahmenbedingungen für die Diskussion festzulegen. Die Veranstaltung wird von Studierenden moderiert und durch kontextualisierende Einordnungen begleitet, um einen respektvollen Austausch zu gewährleisten.

Trotz der massiven Kritik bekräftigte die Akademie ihr Bekenntnis zu künstlerischer Freiheit und offener Debatte. Gleichzeitig betonte sie, dass Antisemitismus und die Verherrlichung von Gewalt während der Veranstaltung keinen Platz hätten.

An der Entscheidung, die Diskussion wie geplant durchzuführen, hält die Akademie fest. Die Veranstaltung findet unter den vereinbarten Auflagen statt, wobei studierende Moderator:innen für den Ablauf verantwortlich sind. Jüdische Gruppen lehnen die Teilnahme der Künstlerin weiterhin ab.