Krefelds Schuldenkrise: 46,5 Millionen Euro Defizit drohen bis 2029
Städte in Deutschland kämpfen mit Finanzkrise – Berlin mit 31 Milliarden Euro Defizit. Krefelds Zentrale Gebäudewirtschaft (ZGM) leidet unter wachsender Schuldenlast. Ohne Gegenmaßnahmen könnte das jährliche Minus bis 2029 46,5 Millionen Euro erreichen.
Die ZGM plant für 2026 mit einem vorläufigen Haushalt, zwingend Projekte zu verschieben oder zu streichen. Betroffen sind Schulsanierungen, darunter Erweiterungen der Kompass-Grundschule und des Gymnasiums am Stadtpark. Auch Feuer- und Rettungswachen in Uerdingen, Hüls und im Westviertel sowie geplante Kita-Neubauten wurden auf Eis gelegt.
Trotz Kürzungen laufen einige Vorhaben weiter: Die Stadt baut eine Veranstaltungshalle, saniert das Stadttheater und modernisiert die Eisbahnen an der Westparkstraße. Neue Krippen und Kindergartenerweiterungen werden umgesetzt, während andere Einrichtungen wie das Bockumer Schwimmbad und die Glockenspitzhalle Verzögerungen hinnehmen müssen. Die ZGM rechnet mit Verlusten, doch Sparmaßnahmen begrenzen das Defizit. Aktuell laufen noch die Sanierung des Stadtwaldhauses, der Bau der Tiefgarage unter dem Rathaus sowie Modernisierungen an den Herberzhäuser Anlagen in Uerdingen.
Angesichts der Finanzkrise muss Krefeld existenzielle Dienstleistungen priorisieren und langfristige Investitionen zurückstellen. Während der Ausbau von Betreuungsplätzen vorangetrieben wird, ruhen viele Sanierungs- und Neubauprojekte. Die Haushaltskrise der Stadt spiegelt einen bundesweiten Trend wider: Immer mehr Kommunen in Deutschland kämpfen mit steigenden Defiziten.






