19 June 2026, 16:02

Kplus-Gruppe verliert Neurologie-Team an Solinger Klinikum – Restrukturierung in Gefahr

Kplus Gruppe: Großer Fragezeichen bei Schlaganfallversorgung im südlichen Mettmann

Kplus-Gruppe verliert Neurologie-Team an Solinger Klinikum – Restrukturierung in Gefahr

Kplus-Gruppe plant Austritt aus gerichtlich überwachtem Restrukturierungsverfahren bis Anfang 2024

Trotz jüngster Rückschläge bleibt der Zeitplan für den Ausstieg der Kplus-Gruppe aus dem Insolvenzverfahren in gerichtlicher Eigenverwaltung voraussichtlich eingehalten. Die Spannungen haben sich jedoch verschärft, nachdem das Städtische Klinikum Solingen das gesamte Neurologie-Team der St.-Lukas-Klinik – einer Einrichtung der Kplus-Gruppe – abgeworben hat.

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Das Städtische Klinikum Solingen hatte kürzlich die komplette neurologische Abteilung der St.-Lukas-Klinik übernommen. Zum Team gehören über 90 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, darunter 26 Ärztinnen und Ärzte sowie mehr als 60 Pflegefachkräfte. In der Folge haben der Chefarzt und große Teile der leitenden medizinischen Belegschaft ihren Rücktritt eingereicht.

Als Reaktion darauf hat die Kplus-Gruppe ihren Antrag auf neurologische Versorgung in Solingen und im südlichen Kreis Mettmann für das Jahr 2024 zurückgezogen. Das Unternehmen überarbeitet nun seine Strategie für die Standorte in Hilden und Haan. Unternehmenssprecher Kai Siekötter kritisierte den Schritt scharf und warnte, dass dies die Zukunft der Gruppe gefährde.

Thomas Marx, Vorsitzender des Aufsichtsrats, äußerte sich empört über die Auswirkungen auf die regionale Schlaganfallversorgung. Auch die Anwälte der Kplus-Gruppe zeigten sich überrascht über das Vorgehen des Klinikums und die möglichen Konsequenzen für die Gesundheitsversorgung vor Ort.

Dennoch wird erwartet, dass das Restrukturierungsverfahren wie geplant im ersten Quartal 2024 abgeschlossen wird. Die Kplus-Gruppe muss sich nun an den Verlust des Neurologie-Teams anpassen. Die Veränderungen werden sich auf die Schlaganfallbehandlung und die neurologische Versorgung in der Region auswirken.

Quelle