06 March 2026, 12:03

Kölner Dom führt ab Juli 2024 Eintrittsgeld für Touristen ein – wer zahlt, wer nicht?

Der Eingang des Kölner Doms in Köln, Deutschland, mit detaillierten Schnitzereien, Skulpturen und einer großen Tür unten.

Minister Liminski darf weiterhin kostenlos in den Kölner Dom - Kölner Dom führt ab Juli 2024 Eintrittsgeld für Touristen ein – wer zahlt, wer nicht?

Ab Juli 2024 müssen Touristen, die das Innere des Kölner Doms besichtigen möchten, eine Eintrittsgebühr entrichten. Die genaue Höhe steht noch nicht fest, da das Domkapitel den endgültigen Betrag noch nicht bekannt gegeben hat. Gläubige sowie Mitglieder des Dombauvereins – darunter auch ein bekannter lokaler Politiker – bleiben hingegen von der Gebühr befreit.

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NRW-Europaminister Nathanael Liminski wird dank seiner Mitgliedschaft im Verein zur Erhaltung des Doms keine Eintrittsgebühr zahlen müssen. Er scherzte über diesen Vorteil und bemerkte: "Es muss ja auch Vorteile haben, berüchtigt katholisch zu sein." Trotz des lockeren Tons räumte Liminski ein, dass ihm die Idee, für den Zugang zu einem Gotteshaus Geld zu verlangen, zunächst unangenehm gewesen sei. Später fügte er hinzu, er vertraue darauf, dass die Entscheidung wohlüberlegt getroffen worden sei.

Ziel der Gebühr ist es, auf die enormen Kosten für die Erhaltung des historischen Bauwerks aufmerksam zu machen. Liminski lobte den neuen Ansatz des Doms, der sich von früheren Kontroversen – wie dem mittelalterlichen Ablasshandel – hin zu einem transparenteren Finanzierungsmodell entwickelt habe. Das neue System bezeichnete er als eine ehrliche Möglichkeit, die Erhaltungsmaßnahmen zu unterstützen.

Nicht alle Besucher müssen zahlen. Neben Vereinsmitgliedern bleibt der Eintritt auch für Gottesdienstbesucher und Menschen, die zum Gebet kommen, kostenfrei. Noch unklar ist, wie die Gebühr kontrolliert werden soll und ob es Alternativen für einkommensschwache Besucher geben wird.

Die Einführung einer Eintrittsgebühr markiert einen Wandel in der Finanzierung des Kölner Doms. Während Touristen künftig direkt zu den Erhaltungskosten beitragen, bleibt der Zugang für Gläubige und Förderer gesichert. Der Schritt spiegelt das Bestreben wider, finanzielle Notwendigkeiten mit der Rolle des Doms als Ort offener Andacht in Einklang zu bringen.

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