Köln kämpft um Führungsrolle bei Rhein-Ruhrs Olympia-Bewerbung 2036
Lotta AlbrechtNeuer Oberbürgermeister: Olympia-Bewerbung besser auf Köln ausrichten - Köln kämpft um Führungsrolle bei Rhein-Ruhrs Olympia-Bewerbung 2036
Deutschland rückt näher an eine mögliche Olympiabewerbung heran, während mehrere Städte und Regionen ihre Pläne vorbereiten. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) wird im Herbst 2026 seinen Favoriten auswählen. Unter den Anwärtern formt die Rhein-Ruhr-Region in Nordrhein-Westfalen ihr Konzept – dabei drängt nun Köln auf eine zentralere Rolle in der Bewerbung.
Torsten Burmester, der am Sonntag in der Stichwahl zum neuen Kölner Oberbürgermeister gewählt wurde, strebt an, dass die Stadt eine führende Position in den Olympischen Plänen der Region einnimmt. Sein Sieg in Deutschlands viertgrößter Stadt fällt in eine Phase, in der Nordrhein-Westfalen ein dezentrales Konzept für die Spiele entwickelt. Statt neuer Sportstätten setzt die Rhein-Ruhr-Bewerbung auf bestehende Anlagen, die über das gesamte Gebiet verteilt sind.
Das Vorhaben sieht vor, 95 Prozent der Athleten in einem einzigen Olympischen Dorf in Köln unterzubringen. Nach den Spielen soll das Gelände in ein Wohnviertel umgewandelt werden. Burmester schlägt zudem vor, den Kölner Dom – ein UNESCO-Weltkulturerbe – stärker in den Vordergrund zu stellen, um die internationale Strahlkraft der Bewerbung zu erhöhen.
Auch andere Städte wie Berlin, Hamburg und München arbeiten an eigenen Olympiastrategien. Der DOSB hat jedoch noch nicht entschieden, ob Deutschland sich für die Spiele 2036, 2040 oder 2044 bewerben wird.
Die endgültige Entscheidung des DOSB im Herbst 2026 wird zeigen, welche Stadt oder Region Deutschland im Rennen um die Olympischen Spiele vertritt. Kölns Bestreben, in der Rhein-Ruhr-Bewerbung präsenter zu sein, bringt neue Dynamik in den Wettbewerb. Das ausgewählte Konzept muss Infrastruktur, Kosten und internationale Anerkennung in Einklang bringen, um die Spiele zu sichern.