Köln erhöht Taxipreise um bis zu 13 Prozent in zwei Stufen
Köln plant Erhöhung der Taxipreise als Reaktion auf den höheren Mindestlohn
Sollte der Stadtrat zustimmen, werden die Änderungen in zwei Stufen über die nächsten zwei Jahre eingeführt. Sowohl Fahrer als auch Fahrgäste müssen sich auf Anpassungen bei den Grundgebühren, den Kilometerpreisen und den Wartezeitkosten einstellen.
Die erste Erhöhung tritt am 1. Juni 2026 in Kraft. Der Kilometertarif steigt dann von 2,60 Euro auf 2,90 Euro, während die Wartezeitgebühr von 0,50 Euro auf 0,60 Euro pro Minute angehoben wird. Eine typische Fahrt über sechs Kilometer mit vier Minuten Wartezeit würde damit 24,70 Euro kosten – rund 10 Prozent mehr als die aktuellen 22,50 Euro.
Eine zweite Anpassung ist für den 1. März 2027 vorgesehen. Der Kilometerpreis klettert erneut auf 3,00 Euro, und die Grundgebühr erhöht sich von 4,90 Euro auf 5,00 Euro. Ab diesem Zeitpunkt würde dieselbe Fahrt 25,40 Euro kosten – ein Anstieg von fast 13 Prozent im Vergleich zum heutigen Preis. Auch kürzere Fahrten werden entsprechend teurer.
Zudem passt die Stadt die Regeln für individuell vereinbarte Pauschalpreise an und ermöglicht damit eine größere Bandbreite an Festpreisen. Köln folgt damit ähnlichen Preiserhöhungen in anderen deutschen Großstädten. In den vergangenen zwei Jahren hatten Berlin die Tarife um etwa 15 Prozent, Hamburg um 12 Prozent und München um 18 Prozent angehoben – begründet mit gestiegenen Spritkosten, Inflation und höheren Löhnen. Auch benachbarte Städte wie Kleve und Solingen passten ihre Taxipreise aus denselben Gründen an.
Bevor die neuen Tarife gelten, müssen sie jedoch noch vom Kölner Stadtrat abgesegnet werden. Bei einer Zustimmung würde sich die Stadt damit an den bundesweiten Trend steigender Taxipreise anpassen. Fahrgäste und Fahrer müssen sich auf höhere Kosten einstellen, die die gestiegenen Löhne und Betriebskosten widerspiegeln.






