Kodi übernimmt Mäck Geiz: Zwei Discounter bündeln ihre Kräfte unter einem Dach
Anna FuchsKodi übernimmt Mäck Geiz: Zwei Discounter bündeln ihre Kräfte unter einem Dach
Zwei große Non-Food-Discounter schmieden unter einem gemeinsamen Dach eine Allianz. Kodi, ein bekannter Händler in Nordrhein-Westfalen, übernimmt den Discounter Mäck Geiz, der ein dichtes Filialnetz in Ostdeutschland betreibt. Die Übernahme folgt auf die finanzielle Restrukturierung von Kodi selbst und markiert einen bedeutenden Wandel in der deutschen Discount-Einzelhandelslandschaft.
Kodi geriet 2024 in finanzielle Schwierigkeiten und beantragte ein Schutzschirmverfahren. Anfang 2025 übernahm ein Investorenkonsortium das Unternehmen und stabilisierte die Geschäfte. Nun erwirbt dieselbe Gruppe Mäck Geiz und festigt damit ihre Marktposition weiter.
Mäck Geiz war von der MTH Retail Group im Rahmen einer umfassenden Umstrukturierung zum Verkauf gestellt worden. Die Gruppe zieht sich zunehmend aus Deutschland zurück, was zur Entscheidung führte, die Discountkette abzugeben. Durch jüngste Schließungen, etwa von Filialen in Magdeburg und Ribnitz-Damgarten, hat Mäck Geiz seine Präsenz verringert, doch einige Standorte – wie einer in Berlin – bleiben weiterhin in Betrieb.
Durch die Fusion werden beide Marken unter der Kodi Beteiligungs GmbH zusammengefasst. Zwar behalten sie ihre jeweilige Identität und regionale Ausrichtung, doch die Unternehmen planen, ihre Abläufe zu optimieren. Gemeinsame Einkaufs-, Logistik- und Verwaltungsprozesse sollen Effizienzen schaffen, ohne die individuellen Stärken der Ketten zu verwässern.
Die Übernahme soll in den kommenden Wochen abgeschlossen werden. Nach der Finalisierung entsteht damit einer der größten Non-Food-Discounter Deutschlands. Ziel des Schritts ist es, beide Marken zu stärken und gleichzeitig durch gebündelte Ressourcen Kosten zu sparen.






