Klimaprotest am Flughafen Köln/Bonn endet mit Bewährungsstrafen für Aktivisten

Lotta Albrecht
Lotta Albrecht
2 Min.
Eine Gruppe von Menschen steht vor einer Abflugtafel mit der Aufschrift "Abgesagt aufgrund der Klimakrise", mit Taschen und Gegenständen in Gestellen und einer beleuchteten Decke.Lotta Albrecht

Flughafen-Blockade: Gericht verurteilt Klimaaktivisten - Klimaprotest am Flughafen Köln/Bonn endet mit Bewährungsstrafen für Aktivisten

Zwei Klimaaktivisten der Gruppe Letzte Generation sind nach der Blockade einer Startbahn am Flughafen Köln/Bonn verurteilt worden. Ihr Protest im August 2024 hatte erhebliche Störungen zur Folge, darunter Flugausfälle und finanzielle Verluste für den Flughafen. Das Gericht verhängte Bewährungsstrafen, Geldauflagen und gemeinnützige Arbeit.

Am 12. August 2024 drangen ein 27-jähriger Mann und eine 45-jährige Frau mit Bolzenschneidern durch den Außenzaun des Flughafens ein. Im Inneren klebten sie sich an einer Zufahrt zur Start- und Landebahn fest und legten so den Betrieb lahm. Durch die Aktion wurden 20 Flüge gestrichen, ein Flugzeug umgeleitet und drei weitere mussten zum Gate zurückkehren.

Rund 3.000 Passagiere waren direkt von Verspätungen betroffen, weitere 13.000 indirekt. Der Flughafen bezifferte die Einnahmeausfälle durch die Störung auf mindestens 50.000 Euro. Der Protest war Teil einer größeren Kampagne – an demselben Tag gab es ähnliche Aktionen an den Flughäfen Berlin Brandenburg, Stuttgart und Nürnberg.

Ein Gericht sprach beide Aktivisten später wegen Hausfriedensbruchs und Sachbeschädigung schuldig. Der 27-Jährige erhielt eine elfmonatige Bewährungsstrafe, die 45-Jährige neun Monate auf Bewährung. Zusätzlich müssen beide je 2.000 Euro an eine gemeinnützige Organisation zahlen und 300 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten.

Die Gruppe Letzte Generation hatte bereits im Dezember 2022 mehrere deutsche Flughäfen ins Visier genommen, darunter Berlin Brandenburg und München, sowie den Flughafen Köln/Bonn.

Die Verurteilungen reiht sich in eine Serie juristischer Konsequenzen für Flughafenproteste von Klimaaktivisten ein. Allein die Störungen in Köln/Bonn führten zu erheblichen betrieblichen und finanziellen Rückschlägen. Beide Verurteilten müssen nun ihre gerichtlich angeordneten Auflagen erfüllen, während der Flughafen die Folgen der Aktion bewältigt.

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