24 March 2026, 08:03

Kirche startet Klimaschutz-Offensive: Caritas fordert politische Reformen für bezahlbares Wohnen

Plakat mit Bäumen und Himmel im Hintergrund, mit dem Text "Investitionen in Gemeinden: Größte Investition in ländliche Elektrizität seit dem New Deal".

Kirche startet Klimaschutz-Offensive: Caritas fordert politische Reformen für bezahlbares Wohnen

Die katholische Kirche intensiviert ihre Bemühungen im Kampf gegen den Klimawandel: Papst Leo XIV. macht Umweltschutz zu einer zentralen Mission. Gleichzeitig fordert Caritas, die Wohlfahrtsorganisation der Kirche, stärkere politische Unterstützung, um Klimapolitik in der Gesellschaft wirksamer zu gestalten. Im Fokus steht dabei auch die Sicherung bezahlbaren sozialen Wohnraums bei gleichzeitiger Reduzierung der Emissionen tausender Gebäude bundesweit.

Caritas hat sich ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: Bis 2030 sollen alle Einrichtungen und Dienstleistungen der Organisation klimaneutral sein – darunter Krankenhäuser, Kindergärten und Pflegeheime. Diese sieht Caritas als wichtige Akteure im lokalen Klimaschutz. Die Wohlfahrtsbranche besitzt in Deutschland insgesamt rund 100.000 Gebäude und hat damit erheblichen Einfluss auf die Emissionsreduktion.

Beim 3. Kölner Klimaforum wurde kürzlich die Rolle sozialer Immobilien diskutiert, insbesondere wie Gebäude nachhaltiger gestaltet werden können. Caritas drängt auf Änderungen im Sozialrecht, um Wohlfahrtsverbänden zu ermöglichen, eingesparte Mittel in klimafreundliche Sanierungen zu reinvestieren. Aktuell verhindern strenge Vorschriften, dass diese Gelder für langfristige Verbesserungen genutzt werden.

Eva Maria Welskop-Deffaa, eine führende Vertreterin von Caritas, würdigte den Einfluss von Papst Franziskus auf globale Klimavereinbarungen. Sie betonte, dass politische Hürden abgebaut werden müssten, damit soziale Einrichtungen in grüne Technologien investieren können. Ab 2027 wird die neue CO₂-Bepreisung für Gebäude und Verkehr in Europa den Druck weiter erhöhen – mit der Gefahr, dass einkommensschwache Haushalte sich die Miete nicht mehr leisten können, wenn die Unterstützungssysteme nicht angepasst werden.

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Caritas appelliert zudem an die Politik, sicherzustellen, dass Klimamaßnahmen nicht zu höheren Lebenshaltungskosten für benachteiligte Gruppen führen. Ohne Reformen drohten sozial Schwachen steigende Mieten oder Energiekosten, sobald Nachhaltigkeitsmaßnahmen greifen, warnt die Organisation.

Der Klimakurs der Kirche fällt in eine Phase, in der Caritas versucht, ökologische Ziele mit sozialer Gerechtigkeit in Einklang zu bringen. Mit 100.000 Gebäuden unter der Kontrolle von Wohlfahrtsverbänden könnten geänderte Förderregeln großflächige Emissionssenkungen ermöglichen. Ob diese Pläne gelingen, hängt davon ab, ob die Politik die Rahmenbedingungen so anpasst, dass Klimaschutz und Bezahlbarkeit Hand in Hand gehen.

Quelle