06 February 2026, 22:04

Kindergeldbetrug in NRW: Projekt MISSIMO deckt Dutzende Fälle auf und holt 16.000 Euro zurück

Eine alte deutsche Banknote mit schwarzem Hintergrund, die das Porträt eines Mannes, den Text "Bauxit Trust Aktiengesellschaft" und einen Stempel auf der rechten Seite zeigt.

Kindergeldbetrug in NRW: Projekt MISSIMO deckt Dutzende Fälle auf und holt 16.000 Euro zurück

Projekt gegen Kindergeldbetrug deckt zahlreiche Fälle in Nordrhein-Westfalen auf

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Ein Projekt zur Bekämpfung von Missbrauch bei Kindergeldzahlungen hat in Nordrhein-Westfalen mehrere Fälle von Betrug aufgedeckt. Seit 2023 untersucht die Initiative MISSIMO, geleitet von der Staatsanwaltschaft Dortmund, verdächtige Anträge in 23 Kommunen. Ziel der Aktion ist es, Zahlungen an Familien zu stoppen, deren Kinder nicht mehr in Deutschland leben oder die das Land bereits verlassen haben.

An MISSIMO sind lokale Behörden, das Familienkassenamt, die Polizei und Jobcenter beteiligt, um Betrugsfälle frühzeitig zu erkennen. Wichtige Warnsignale sind fehlende Schulnachweise, nicht wahrgenommene Vorsorgeuntersuchungen oder fehlende Meldebestätigungen. Düren, eine der ersten beteiligten Städte, verzeichnet bereits erste Erfolge.

In der ersten Phase wurden 13 Familien mit 32 Kindern identifiziert, die nicht an ihren gemeldeten Wohnsitzen lebten. Polizei und Sozialbehörden führten gezielte Kontrollen in diesen Haushalten durch. Sämtliche Fälle werden nun als Steuerhinterziehung behandelt – die Betroffenen müssen Rückzahlungen leisten, und weitere Leistungen wurden gestoppt.

Durch die Razzia konnten bereits 16.000 Euro an zu Unrecht gezahlten Leistungen zurückgeholt werden. Zudem wurden weitere Auszahlungen in sechsstelliger Höhe verhindert. Betrügerische Anträge gelten als Straftat, sodass den Tätern strafrechtliche Konsequenzen drohen.

Die Ermittlungen bestätigen, dass einige Familien jahrelang zu Unrecht Kindergeld bezogen haben. Die Behörden werden die Untersuchungen fortsetzen, um Gelder zurückzufordern und weitere Verluste zu verhindern. Ehrliche Steuerzahler können künftig mit strengeren Kontrollen bei Sozialleistungen rechnen.