28 March 2026, 04:03

Kik setzt auf Neuanfang: Ulrich Hanfeld wird neuer Vorstandschef in schwierigen Zeiten

Internationaler Discount-Laden an einer Straßenecke mit umliegenden Gebäuden, Fahrzeugen, Verkehrsinfrastruktur und klarem Himmel.

Kik setzt auf Neuanfang: Ulrich Hanfeld wird neuer Vorstandschef in schwierigen Zeiten

Der deutsche Discounter Kik hat Ulrich Hanfeld zum neuen Vorstandsvorsitzenden ernannt, wirksam ab dem 1. Juni. Die Personalentscheidung fällt in eine Phase, in der das Unternehmen plant, bis Ende 2026 rund 300 Filialen in Europa zu schließen.

Hanfeld bringt umfangreiche Branchenerfahrung mit: Zuvor führte er die Konkurrenzunternehmen NKD sowie die österreichische Sportartikelkette Hervis.

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Seine Berufung folgt auf eine Reihe von Führungswechseln bei Kik. Der ehemalige CEO Patrick Zahn verließ das Unternehmen im September 2025 nach Konflikten mit dem Eigentümer Tengelmann. Bereits zuvor hatten Finanzvorstand Rüdiger Hartmann und Betriebsleiter Dirk Ankenbrand das Unternehmen verlassen. Christian Kümmer, der vom Tierbedarfshändler Fressnapf kam, übernahm vorübergehend die interimistische Geschäftsführung.

Hanfeld verbrachte über ein Jahrzehnt bei NKD, einem direkten Konkurrenten von Kik, wo er als CEO eine umfassende Umstrukturierung leitete. Seine Sanierungsbemühungen halfen, das Unternehmen zu stabilisieren. Später verantwortete er fast zwei Jahre lang die Geschäftsführung bei Hervis und festigte so seine Expertise im Einzelhandel. Ein Branchenkenner bezeichnete ihn als "einen begnadeten Verkäufer", was darauf hindeutet, dass seine Fähigkeiten für die Zukunft von Kik entscheidend sein könnten.

Die geplanten Schließungen werden das Filialnetz des Händlers um 225 Standorte verkleinern, davon 135 allein in Deutschland. Damit verbleiben noch etwa 2.200 Filialen im Betrieb. Unterdessen wies Jela Götting, Managerin bei Tengelmann, Spekulationen über einen bevorstehenden Verkauf von Kik zurück.

Hanfelds Ernennung markiert einen strategischen Kurswechsel, während sich Kik auf eine Verringerung seiner europäischen Präsenz vorbereitet. Die Schließungen, die ab dem 1. Juni beginnen sollen, zielen darauf ab, die Profitabilität zu steigern. Nun wird sich zeigen, ob sein Erfolgsrezept aus Restrukturierung und Handelsführung auch den angeschlagenen Discounter wieder auf Kurs bringt.

Quelle