KiK schließt 2026 Dutzende Filialen – diese Standorte sind betroffen
Jonas WagnerKiK schließt 2026 Dutzende Filialen – diese Standorte sind betroffen
Deutscher Modehändler KiK schließt Anfang 2026 Dutzende Filialen
Der Textildiscounter KiK wird Anfang 2026 dutzende Standorte in ganz Deutschland schließen. Der Schritt erfolgt, während das Unternehmen mit unvertretbaren Verlusten an unrentablen Standorten in einem schwierigen Einzelhandelsumfeld kämpft. Branchenzahlen zeigen, dass im vergangenen Jahr die Hälfte aller Bekleidungseinzelhändler in Deutschland Verluste verbuchte – das geht aus Daten des Bundesverbandes des Deutschen Textileinzelhandels (BTE) hervor.
KiK plant, in den ersten drei Monaten des Jahres 2026 rund 50 Filialen zu schließen, davon 25 in Deutschland. Von den bundesweit geplanten 140 Schließungen sind 92 auf schlechte wirtschaftliche Ergebnisse zurückzuführen, während 48 auf Mietverträge oder andere externe Faktoren entfallen. Eine offizielle Liste der betroffenen Standorte hat das Unternehmen zwar nicht veröffentlicht, doch lokale Berichte bestätigen, dass mehrere Filialen ihre Türen für immer schließen werden.
Die ersten Schließungen beginnen im März: Die Standorte in Salzgitter, Uffenheim und Twistringen räumen bereits mit Schlussverkäufen ihre Lager. Es folgt die Filiale in Preetz, während der Standort in Büdelsdorf am 13. April dichtmacht. In Hamburg schließt das Geschäft im Einkaufszentrum Bramfeld, und auch die Filiale in der Fußgängerzone von Nordenham wird verschwinden. Weitere betroffene Städte sind Rottenburg, wo die Entscheidung des Lebensmittelhändlers Edeka, den Mietvertrag nicht zu verlängern, bis Ende März zur Schließung führt, sowie Bad Soden-Salmünster, wo der Standort am 18. April seine Pforten schließt. Auch die Filiale in Falkenstein gehört zu den Standorten, die geschlossen werden.
Aktuell betreibt KiK über 2.400 Filialen in Deutschland, doch rund 170 davon schreiben rote Zahlen. Das Unternehmen zieht nun die Reißleine bei schwach laufenden Standorten, bietet Mitarbeitenden an einigen Orten jedoch die Möglichkeit an, in nahegelegene Filialen zu wechseln.
Die Schließungen spiegeln die größeren Probleme im deutschen Einzelhandel wider, wo steigende Kosten und eine schwache Konsumnachfrage insbesondere Modeketten hart treffen. KiKs Entscheidung, sein Filialnetz zu verkleinern, folgt auf ein Jahr, in dem die Hälfte aller Modehändler im Land Verluste meldete. Weitere Schließungen sind zu erwarten, während das Unternehmen seine Geschäftsstrategie weiter anpasst.






