KI spaltet deutsche Führungskräfte: Wachstumschancen oder Risiken für die Wirtschaft?
Lotta AlbrechtKI spaltet deutsche Führungskräfte: Wachstumschancen oder Risiken für die Wirtschaft?
Eine neue Umfrage zeigt gespaltene Meinungen unter deutschen Führungskräften darüber, wie künstliche Intelligenz (KI) die Wirtschaft des Landes prägen wird. Während viele mit Wachstum rechnen, unterscheiden sich die Ansichten je nach Alter und politischen Präferenzen deutlich. Die Ergebnisse erscheinen im Vorfeld der DMEXCO, der Digital-Marketing- und Technologiekonferenz, die im September in Köln stattfindet.
Fast die Hälfte der Führungskräfte – 46,5 % – geht davon aus, dass KI die wirtschaftliche Leistung Deutschlands in den kommenden Jahren verbessern wird. Davon erwarten 17 % einen deutlichen Aufschwung, andere prognostizieren eher moderate Zuwächse. Ältere Manager zeigen sich dabei optimistischer als ihre jüngeren Kollegen.
Die Umfrage offenbart auch unterschiedliche Haltungen zur Regulierung: Rund 27,3 % der Führungskräfte fordern, die Regierung solle bestehende Vorschriften lockern, um die KI-Einführung zu beschleunigen. Besonders junge Führungskräfte setzen sich dafür ein – 32 % von ihnen befürworten Deregulierung, während es bei den älteren nur 22,6 % sind.
Jenseits der Politik priorisieren 34,1 % der Befragten eine stärkere Zusammenarbeit zwischen Forschung und Wirtschaft, um den KI-Fortschritt voranzutreiben. Doch nicht alle sind von den Vorteilen überzeugt: 23,8 % sehen keinen direkten Einfluss auf das Wirtschaftswachstum, und 14,5 % erwarten sogar negative Auswirkungen.
Die Ergebnisse wurden vor der DMEXCO 2024 veröffentlicht, einer der wichtigsten Konferenzen für digitales Marketing und Technologie. Veranstaltet vom Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) und dem Online-Vermarkterkreis (OVK) findet die Messe am 18. und 19. September in Köln statt.
Die Umfrage unterstreicht die gespaltene Wahrnehmung von KI unter Führungskräften. Während die einen weniger Regulierung und engere Industriekooperationen fordern, bleiben andere skeptisch, was die wirtschaftlichen Effekte angeht. Die Debatte wird voraussichtlich anhalten, während sich Deutschland auf die DMEXCO vorbereitet – dort stehen KI und digitale Innovation im Mittelpunkt.






