Kältewelle in Dortmund: Vier Obdachlose sterben – und die Stadt streitet über Lösungen
Jonas WagnerKältewelle in Dortmund: Vier Obdachlose sterben – und die Stadt streitet über Lösungen
Borussia Dortmund steht vor einer wachsenden Krise: Kälte fordert Todesopfer unter Obdachlosen
Seit November sind in Borussia Dortmund vier wohnungslose Menschen gestorben – vermutlich an den Folgen der eisigen Temperaturen. Aktivisten fordern nun dringend Maßnahmen, um weitere Tragödien zu verhindern.
Drei Obdachlose starben zwischen November und Ende Dezember, ein vierter Mensch kam über die Weihnachtsfeiertage ums Leben. Die Todesfälle lösten bei lokalen Hilfsorganisationen Alarm aus. Bastian Pütter von bodo e.V. warnt: Ohne sofortiges Handeln könnte die Kälte weitere Opfer fordern.
Die Stadtverwaltung betont, es gebe ausreichend Schutzräume, und verweist auf eine Notunterkunft in der Nähe des Zoos. Pütter widerspricht dieser Einschätzung: Schätzungsweise über 500 Menschen hätten nach wie vor keinen sicheren Schlafplatz. Pläne für zusätzliche Notbetten am Hauptbahnhof waren im Dezember gescheitert – eine gefährliche Versorgungslücke bleibt. Pütter fordert unverzüglich alternative Winterhilfen, insbesondere in der Innenstadt, wo sich viele Obdachlose aufhalten. Die Todesfälle erschüttern die Gemeinschaft, da sich die Menschen auf der Straße oft kennen.
Für den Winter 2025/2026 sind am Hauptbahnhof derzeit keine neuen Notunterkünfte geplant. Ohne weitere Schritte befürchten Helfer, dass die Zahl der Todesopfer weiter steigt. Unklar bleibt, wie die Stadt reagieren und ob sie zusätzliche Maßnahmen ergreifen wird.






