21 March 2026, 10:03

JVA Willich wächst: Zweite Bauphase bringt moderne Haftplätze und Therapiebereiche

Ein unordentlicher Raum im ehemaligen Gefängnis St. Louis mit Seilen, Maschinen und anderem Equipment, mit einem Schrank, Fenster und Deckenlampe.

JVA Willich wächst: Zweite Bauphase bringt moderne Haftplätze und Therapiebereiche

Justizvollzugsanstalt Willich in Nordrhein-Westfalen wird deutlich erweitert – zweite Bauphase steht vor dem Abschluss

Die Justizvollzugsanstalt Willich in Nordrhein-Westfalen durchläuft eine umfassende Erweiterung, da die zweite Bauphase kurz vor der Fertigstellung steht. Die Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (BLB NRW) errichtet neue Haftgebäude, Werkstätten sowie eine große Sportanlage, um den Standort zu modernisieren. Ziel des Projekts ist es, die Kapazitäten zu erhöhen und die Bedingungen für eine resozialisierende Unterbringung der Gefangenen zu verbessern.

Der alte Gefängniskomplex in Willich-Anrath entsprach nicht mehr den modernen Maßstäben des Strafvollzugs, weshalb der Neubau beschlossen wurde. Der Abriss veralteter Bereiche wurde planmäßig bis zum Sommer 2023 abgeschlossen, die Erdarbeiten begannen im August desselben Jahres. Trotz anfänglicher Verzögerungen durch kaltes Wetter verliefen die Rohbauarbeiten für die neuen Gebäude reibungslos.

Das Haftgebäude 1 mit 400 Haftplätzen wurde im Juni 2024 zusammen mit dem Großteil der Werkstätten und einem Mehrzweckgebäude an die Gefängnisverwaltung übergeben. In der zweiten Phase liegt der Fokus nun auf Haftgebäude 2, das 368 Zellen – davon zwei barrierefrei – sowie eine sozialtherapeutische Abteilung und eine Behandlungsstation umfassen wird. Das neue Gebäude fügt dem Komplex rund 6.000 Quadratmeter Nutzfläche hinzu.

Die Erweiterung sieht zudem vor, Haftgebäude 2 durch neue Verbindungsbauten an die bestehenden Werkstätten und das Mehrzweckgebäude anzuschließen. Das gesamte Projekt umfasst 27.000 Quadratmeter, wobei die aktuelle Phase über 6.500 Quadratmeter zusätzliche Nutzfläche schafft. Die Planung legt besonderen Wert auf moderne resozialisierende Konzepte, die die Wiedereingliederung der Inhaftierten fördern sollen.

Seit Beginn der Modernisierung im Jahr 2018 ist die Kapazität der JVA Willich von etwa 800 auf über 1.200 Plätze gestiegen. Ähnliche Modernisierungsmaßnahmen laufen oder sind in anderen Gefängnissen Nordrhein-Westfalens geplant, darunter in Köln, Essen, Duisburg und Dortmund.

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Mit Abschluss der Erweiterung wird die Justizvollzugsanstalt Willich bis 2025 eine Gesamtkapazität von mehr als 1.200 Haftplätzen erreichen. Die neuen Einrichtungen umfassen spezialisierte Therapie- und Behandlungsbereiche sowie modernisierte Werkstätten und Sportanlagen. Das Projekt steht exemplarisch für die landesweiten Bestrebungen, die Infrastruktur des Strafvollzugs zu modernisieren.

Quelle