Julian Barnes eröffnet Lit.Cologne mit bewegender Abrechnung und persönlichem Abschied
Julian Barnes: '1984' ist jetzt Realit├Ąt - Julian Barnes eröffnet Lit.Cologne mit bewegender Abrechnung und persönlichem Abschied
Julian Barnes eröffnete das diesjährige Lit.Cologne-Festival mit einer eindringlichen Rede über Wahrheit, Politik und seine eigene Zukunft. Der 80-jährige Autor, der mit einer Krebsdiagnose konfrontiert ist, las aus seinem neuen Buch Abschied(e), das er als sein letztes Werk bezeichnet. Seine scharfen Kommentare zu globalen Führungspersönlichkeiten und der Rolle Europas lösten starke Reaktionen im Publikum aus.
Bei der Eröffnung des Festivals am 7. März 2026 warnte Barnes, dass George Orwells 1984 zur Realität geworden sei. Er verwies auf China, Russland und die USA als dominante, von Paranoia geprägte Mächte, die die Welt neu formen. Seine Kritik richtete sich auch gegen Donald Trump, den er als unwissend mit der Aufmerksamkeitsspanne eines Goldfischs charakterisierte.
Der Schriftsteller betonte zudem die Notwendigkeit europäischer Einheit. Ohne sie, so sein Argument, drohe der Kontinent unter dem Druck größerer, aggressiverer Staaten zu zerbrechen. Seine Äußerungen fielen während einer Podiumsdiskussion mit dem deutschen Politiker Robert Habeck, bei der es um die verschwimmenden Grenzen zwischen Wahrheit und Fiktion ging.
Als die Veranstaltung endete, erhob sich das Publikum von den Plätzen. Ein stehender Applaus begleitete Barnes von der Bühne – eine Anerkennung sowohl für sein literarisches Erbe als auch für seine kompromisslose politische Haltung.
Barnes' Auftritt markierte einen berührenden Moment bei Lit.Cologne. Sein neues Buch Abschied(e) erscheint in einer Phase, in der er sich mit Krankheit und dem Ende seiner schriftstellerischen Laufbahn auseinandersetzt. Die Festivaleröffnung setzte einen Ton der Dringlichkeit, der persönliche Reflexion mit Mahnungen zur globalen Entwicklung verband.
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