07 June 2026, 18:03

JFW NRW fordert Rettungspaket für marode Schwimmbäder vor weiteren Schließungen

Schwimmbad oder Schwimmbehälter? - JUNGE FREIE WÄHLER fordern Investitionen in lokale Infrastruktur

JFW NRW fordert Rettungspaket für marode Schwimmbäder vor weiteren Schließungen

JUNGE FREIE WÄHLER (JFW) NRW fordert mehr Engagement für marode Schwimmbäder in NRW

Die JUNGE FREIE WÄHLER (JFW) NRW hat Politiker aufgefordert, endlich gegen den Verfall der Schwimmstätten im Land vorzugehen. Angesichts der alarmierenden Tatsache, dass fast ein Fünftel der Grundschulkinder in Nordrhein-Westfalen nicht schwimmen kann, verlangt die Vereinigung mehr Investitionen in kommunale Bäder. Der Appell kommt zu einer Zeit, in der viele Einrichtungen aufgrund von Baufälligkeit und chronischer Unterfinanzierung schließen müssen.

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Allein im Jahr 2023 ertranken in Deutschland 378 Menschen – darunter 16 Kinder unter zehn Jahren und 29 Jugendliche zwischen elf und zwanzig. Die JFW NRW betont, dass unzureichender Schwimmunterricht und mangelnde Fähigkeiten zur Selbsteinschätzung im Wasser maßgeblich zu diesen Tragödien beitragen.

Kritik übt die Gruppe an den Ausgabenprioritäten der Bundesregierung: So flossen 2020 rund 20 Millionen Euro in den Bau von Fahrradwegen in Peru. Stattdessen, so die Forderung, müssten diese Mittel in die Sanierung und Modernisierung der maroden Schwimmbäder in NRW gesteckt werden. Viele Hallen- und Freibäder in der Region wurden bereits dauerhaft geschlossen oder müssen regelmäßig wegen baulicher Mängel den Betrieb einstellen.

Aktuell setzt NRW fünf containerbasierte Mini-Schwimmbäder ein, die mit Kosten von drei Millionen Euro Kindern das Schwimmenlernen ermöglichen sollen. Doch für die JFW ist dies bei Weitem nicht ausreichend. Gefordert werden langfristige Lösungen – von Sanierungen bis hin zu Neubauten –, um allen Kindern sicheren Zugang zu Schwimmkursen zu garantieren.

Der Vorstoß der JFW NRW folgt auf Jahre der Vernachlässigung und steigender Ertrinkungsunfälle. Ohne verbesserte Finanzierung und Instandhaltung drohten weitere Schließungen, warnt die Vereinigung. Dann bliebe vielen Kindern der lebenswichtige Schwimmunterricht verwehrt. Ihr zentrales Anliegen: Investitionen müssen in die heimische Infrastruktur fließen – und nicht in Projekte im Ausland.

Quelle