Influencer startet Spendenaktion für Markus W. – nach Ofarims falschen Anschuldigungen
Jonas WagnerHotelangestellter Markus W. bekommt Spenden für seine Leiden - Influencer startet Spendenaktion für Markus W. – nach Ofarims falschen Anschuldigungen
Ein Social-Media-Influencer hat eine Spendenkampagne für Markus W. gestartet, den Hotelmitarbeiter, der 2021 zu Unrecht vom Sänger Gil Ofarim beschuldigt worden war. Die Initiative soll W. unterstützen, während er weiterhin auf die 20.000 Euro wartet, die Ofarim ihm in einem außergerichtlichen Vergleich zugesagt hatte. Der Influencer versprach volle Transparenz, sobald die Spenden gesammelt und übergeben wurden.
Markus W. hatte nach Ofarims falschen Vorwürfen im Oktober 2021 mit schweren persönlichen und beruflichen Konsequenzen zu kämpfen. Die Lage änderte sich im November 2023, als ein Gerichtsverfahren bestätigte, dass Ofarim gelogen hatte. Anfang 2026 brach W. sein Schweigen in Interviews mit der Zeit und anderen Medien und betonte, dass nicht Ofarim, sondern er selbst das eigentliche Opfer sei. Er stellte klar, dass ihn keine Vertraulichkeitsklausel daran gehindert habe, über den Vorfall in der Hotellobby zu sprechen.
Unterdessen verdiente Ofarim 2023 durch seine Teilnahme an Ich bin ein Star – Holt mich hier raus! rund 400.000 Euro, darunter 100.000 Euro Siegprämie. Doch mehr als zwei Jahre nach dem Vergleich hat W. die zugesagte Entschädigung immer noch nicht erhalten.
Mit Hilfe der Spendenkampagne des Influencers plant W., einen Teil der Gelder an HateAid zu spenden, eine deutsche Nichtregierungsorganisation, die sich gegen Hass im Netz engagiert und Opfer digitaler Gewalt unterstützt. Zudem wird er die Leipziger Initiative Minilöwen fördern, die sich für Frühchen, kranke Neugeborene und deren Familien einsetzt. Ein weiterer Teil der Spenden soll ihm ermöglichen, Zeit mit der eigenen Familie zu verbringen.
Die Spendenaktion unterstreicht die anhaltenden Folgen von Ofarims falschen Anschuldigungen für das Leben von Markus W. Während W. auf die überfällige Zahlung wartet, sollen die gesammelten Mittel sowohl seine persönliche Erholung als auch Organisationen unterstützen, die sich gegen digitale Hetze und für die Versorgung von Neugeborenen einsetzen. Die Zusage des Influencers, die Übergabe der Spenden zu dokumentieren, soll für Transparenz bei der Verwendung der Gelder sorgen.






