Industrie im Niederrhein bricht 2026 um fast zehn Prozent ein – Exporte besonders betroffen
Lotta AlbrechtIndustrie im Niederrhein bricht 2026 um fast zehn Prozent ein – Exporte besonders betroffen
Industrieunternehmen im Zentralen Niederrhein verzeichneten im ersten Quartal 2026 einen drastischen Umsatzrückgang. Betroffen waren sowohl der Inlands- als auch der Auslandsmarkt, wobei einige Branchen Einbußen von über 20 Prozent hinnehmen mussten. Wirtschaftsvertreter fordern nun die Bundesregierung zum Handeln auf.
Die Industrieumsätze in der Region brachen um 9,9 Prozent ein – ein deutlich stärkerer Rückgang als im Landesdurchschnitt von 3,1 Prozent. Besonders hart traf es den Außenhandel: Die Exporte gingen um 11,0 Prozent zurück. Auch die Binnennachfrage schwächte sich ab, mit einem Minus von 8,4 Prozent in der gesamten Region und 8,5 Prozent allein im Kreis Viersen.
Mehrere Schlüsselbranchen verzeichneten massive Einbrüche. Die Umsätze der chemischen Industrie stürzten um 17,0 Prozent ab, der Maschinenbau erlitt ein Minus von 20,8 Prozent. Die Lebensmittel- und Getränkehersteller verbuchten einen Rückgang von 11,9 Prozent. Nur die Metallverarbeitung und -produktion konnte ein leichtes Plus von 1 Prozent erzielen.
Jürgen Steinmetz, Hauptgeschäftsführer der IHK, betonte die Notwendigkeit stärkerer staatlicher Unterstützung. Er begrüßte zwar die Hochtechnologie-Agenda des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt als „richtigen Schritt“, forderte aber zugleich umfassendere Maßnahmen, um die globale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie zu stärken.
Das erste Quartal 2026 stellte die Industrie im Zentralen Niederrhein vor erhebliche Herausforderungen. Da die meisten Branchen zweistellige Verluste melden, richtet sich der Blick nun auf die Regierungspläne zur Erholung. Die Wirtschaft drängt auf konkrete Schritte, um Wachstum und Stabilität wiederherzustellen.






