28 March 2026, 20:02

Immobilienpreise steigen 2025 weiter – doch Käufer zahlen den Preis für Politik und Steuern

Ein detailliertes architektonisches Zeichnung eines Hauses mit zahlreichen Fenstern und einem Dach, das als erstes Haus in Deutschland gilt, begleitet von Text und strukturellen Plänen auf Papier.

Immobilienpreise steigen 2025 weiter – doch Käufer zahlen den Preis für Politik und Steuern

Immobilienpreise in Deutschland stiegen Ende 2025 erneut – und setzen den jahrelangen Aufwärtstrend fort

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Die neuesten Zahlen zeigen einen Anstieg der Preise um 3,0 Prozent im Jahresvergleich im vierten Quartal – das fünfte Jahr in Folge mit steigenden Werten. Doch während die Kosten in die Höhe schnellen, sehen sich Käufer wachsendem finanziellen Druck durch höhere Steuern und strengere Vorschriften ausgesetzt.

Zwischen 2010 und 2022 stiegen die Preise für Einfamilienhäuser, Zweifamilienhäuser und Eigentumswohnungen um etwa 94 Prozent. Doch der Boom bringt zusätzliche Belastungen mit sich: Käufer zahlen heute weit mehr als nur den Kaufpreis – Maklerprovisionen, Notarkosten und die Grunderwerbsteuer allein schlagen mit mindestens 10 Prozent zu Buche. In einigen Bundesländern ist die Grunderwerbsteuer von 2 auf bis zu 6,5 Prozent gestiegen.

Strenge Bauvorschriften und verpflichtende Investitionen treiben die Ausgaben weiter in die Höhe. Viele Politiker betrachten Immobilien inzwischen als wichtige Einnahmequelle, was zu höheren Abgaben führt. Die Grundsteuerreform 2025 verdoppelte für manche Eigentümer die Belastung nahezu. Gleichzeitig sind Hypotheken schwerer zu erhalten und teurer als in den Nachbarländern.

Marcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), fordert sogar noch höhere Steuern auf Immobilien. Seine Vorschläge umfassen eine Besteuerung von Bodenwertgewinnen – selbst wenn diese allein auf Inflation und nicht auf tatsächliche Wertsteigerungen zurückgehen. Der Kontrast zum Mieten ist eklatant, da staatliche Subventionen das Mieten deutlich günstiger machen als den Kauf.

Die Folge: Manche Hausbesitzer zahlen bis zur Tilgung ihres Darlehens insgesamt das Eineinhalbfache des ursprünglichen Kaufpreises.

Die Kombination aus steigenden Preisen, höheren Steuern und zusätzlichen Gebühren macht Wohneigentum in Deutschland immer teurer. Während Mieten stark subventioniert werden und Hypotheken schwerer zugänglich sind, vergrößert sich die Kluft zwischen Kauf und Miete weiter. Ein Ende des Trends ist nicht in Sicht – im Gegenteil: Die Politik setzt weiter auf höhere Einnahmen aus dem Immobilienmarkt.

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