30 May 2026, 22:02

Immer mehr Städte in NRW streichen die Hundesteuer – um Seniorenhunden ein Zuhause zu geben

Keine Steuern für ältere Tierheimhunde

Immer mehr Städte in NRW streichen die Hundesteuer – um Seniorenhunden ein Zuhause zu geben

Immer mehr Städte in Nordrhein-Westfalen schaffen die Hundesteuer ab, um die Vermittlung älterer Tierheimtiere zu fördern. Den Anfang machte Gronau im Jahr 2021 – nun ziehen andere Kommunen nach. Die Änderungen sollen es Bürgern erleichtern, Seniorenhunde aus Tierheimen bei sich aufzunehmen.

Gronau führte die Steuerbefreiung für ältere Hunde aus dem Tierheim vor drei Jahren ein. Seither hat sich die Regelung in der Region durchgesetzt. Troisdorf und Eitorf haben die Maßnahme nun dauerhaft verankert: Für Hunde ab acht Jahren, die aus dem Troisdorfer Tierheim vermittelt werden, entfallen sämtliche Gebühren.

Eitorf geht noch einen Schritt weiter und räumt zusätzliche Hürden aus dem Weg. Dort zahlen Halter selbst bei älteren Hunden sogenannter Listenrassen lebenslang keine Hundesteuer – und das ohne Wesensprüfung. Zudem hat die Kommune die Pflichtuntersuchung für als gefährlich eingestufte Hunde abgeschafft, was deren Vermittlungschancen deutlich verbessert.

Der Erfolg dieser Initiativen macht auch auf benachbarte Regionen Schule. Aachen, Heinsberg und Coesfeld prüfen derzeit ähnliche Modelle. Lokale Verantwortliche verweisen auf steigende Vermittlungszahlen als Beleg für die Wirksamkeit der Maßnahmen.

Die zunehmende Abschaffung der Hundesteuer spiegelt einen Wandel in der kommunalen Tierwohlpolitik wider. Ältere Tierheimhunde haben nun bessere Chancen auf ein Zuhause, während Halter gleichzeitig sparen. In Städten wie Gronau und Troisdorf zeigen die neuen Regelungen bereits messbare Erfolge.

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