Illegales Motorradrennen in Soest endet mit Verletzten und Polizeijagd
Lotta AlbrechtIllegales Motorradrennen in Soest endet mit Verletzten und Polizeijagd
Polizei Soest stoppt illegales Motorradrennen – 16-Jähriger verunglückt bei Flucht
Am Sonntagabend rückte die Polizei in Soest zu Meldungen über ein illegales Motorradrennen aus. Gegen 15:15 Uhr hatte sich der Vorfall auf dem Parkplatz eines Supermarkts am Behlmer Weg ereignet. Als die Beamten eintrafen, bot sich ihnen ein chaotisches Bild: Dutzende Fahrer flüchteten in alle Richtungen.
Auslöser war ein Treffen von etwa 30 Motorradfahrern, die sich offenbar zu einem nicht genehmigten Rennen versammelt hatten. Bei Annäherung der Polizei setzten sich die meisten Fahrer abrupt in Bewegung – es kam zu einer Verfolgungsjagd. Ein 16-jähriger Fahrer aus Welver stürzte jedoch noch vor seiner Flucht.
Bei dem Unfall wurden sowohl der jugendliche Fahrer als auch sein 15-jähriger Sozius aus Welver verletzt: Der Fahrer erlitt Schürfwunden, der Beifahrer klagte über Schmerzen im Bein. Zudem beschädigte das Motorrad einen nahegelegenen Zaun.
Die Ermittlungen förderten zutage, dass das Krad weder über eine gültige Versicherung verfügte noch das eigene Kennzeichen trug – die Nummernschilder stammten von einem anderen Fahrzeug. Da der 16-Jährige zudem keinen Führerschein besaß, muss er sich nun wegen mehrerer Verstöße verantworten: Fahren ohne Fahrerlaubnis, Verstoß gegen Versicherungspflichten sowie Teilnahme an einem illegalen Rennen. Die Polizei beschlagnahmte das Motorrad zur technischen Überprüfung und sicherte das Handy des Fahrers als Beweismittel.
Die Behörden betonen, dass illegale Rennen keinesfalls als Kavaliersdelikte abgetan werden dürfen. Solche Veranstaltungen gefährden nicht nur die Teilnehmer, sondern auch unbeteiligte Dritte. Gegen den 16-jährigen Fahrer laufen weiterhin Ermittlungen wegen mehrerer Verkehrsverstöße. Das Motorrad wird weiteren Untersuchungen unterzogen, während die Polizei erneut vor den Risiken illegaler Straßenrennen warnt. Zeugen ähnlicher Vorfälle werden aufgefordert, sich bei der Polizei zu melden.






