Henrietta, das abenteuerlustige Huhn, erobert den Münchner Hauptbahnhof
Lotta AlbrechtHenrietta, das abenteuerlustige Huhn, erobert den Münchner Hauptbahnhof
Ein ausgefuchstes Huhn sorgt für Aufsehen im Münchner Hauptbahnhof
Letzten Freitagabend löste ein abenteuerlustiges Huhn im Münchner Hauptbahnhof für Wirbel, als es zwischen den Gleisen entdeckt wurde. Die Bundespolizisten, die das Tier retteten, tauften es kurzerhand Henrietta – doch für die Henne war dies keineswegs ihre erste unerwartete Fahrt in die Stadt.
Henriettas Ausflug begann, als sie in einen offenen Lieferwagen hüpfte, eine Angewohnheit, vor der ihre Besitzerin bereits gewarnt hatte. Als sie am Münchner Hauptbahnhof ankam, spazierte das Huhn zwischen den Schienen umher, bis Bundespolizisten es entdeckten und einfingen. Sie fütterten es mit Haferbrei, gaben ihm den provisorischen Namen und nahmen es für drei Tage in Obhut.
Anschließend wurde Henrietta an den Vogelnotdienst Olching, einen örtlichen Vogelrettungsdienst, übergeben. Gerhard Wendl, der Leiter der Einrichtung, kümmerte sich um das Tier und ermittelte schließlich die Besitzerin – eine junge Frau, die Hühner als Hobby hält. Die Geschichte von Henriettas Ausbruch verbreitete sich schnell in Münchens Medien und fand sogar Eingang in ein YouTube-Video mit dem Titel "München: Happy End für Ausreißer-Huhn Henrietta".
Henriettas Nacht bei der Bundespolizei und ihre sichere Rückkehr wurden zu einer kleinen, aber denkwürdigen Episode in der Stadt. Das Video dokumentierte ihre Reise vom Bahnhof bis ins Vogelasyl, wo sie auf die Rückkehr zu ihrer Besitzerin wartete.
Nach ihrem kurzen Aufenthalt in Polizeigewahrsam und im Rettungszentrum wurde Henrietta schließlich an ihre Halterin zurückgegeben. Der Vorfall unterstrich ihre ungewöhnliche Vorliebe, in offene Lkw zu springen – was in der Vergangenheit bereits zu ähnlichen Missgeschicken geführt hatte. Ihre Geschichte, wenn auch kurz, brachte eine heitere Note in die lokale Berichterstattung Münchens.






