28 March 2026, 08:03

Henkel erhöht Preise für Waschmittel und Co. – droht eine neue Inflationswelle?

Plakat mit der Aufschrift "Inflation Reduction Act for American Families" und Bildern von Gebäuden, Bäumen, Fahrzeugen, Windrädern, einer bewölkten Himmel und einer Sonne.

Henkel erhöht Preise für Waschmittel und Co. – droht eine neue Inflationswelle?

Henkel erhöht Preise für Haushaltsprodukte – weitere Unternehmen könnten folgen

Der Konsumgüterhersteller Henkel, bekannt für seine gängigen Haushaltsmarken, hat Preiserhöhungen für sein gesamtes Sortiment angekündigt. Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund steigender Ölpreise und anhaltender Lieferkettenstörungen, die die Produktionskosten für Hersteller in die Höhe treiben. Experten erwarten, dass zahlreiche weitere Unternehmen mit ähnlichen, oft stillen Preisanpassungen nachziehen werden.

Die Spannungen im Iran verschärfen die Lage zusätzlich und machen Alltagsprodukte für deutsche Verbraucher teurer. Zwar hat sich die allgemeine Inflation leicht abgeschwächt, doch bei einigen Grundgütern steigen die Preise weiterhin.

Betroffen von Henkels Preiserhöhungen sind unter anderem Waschmittel, Spülmittel und Haarpflegeprodukte. Das Unternehmen, das jährlich einen Umsatz von 20,5 Milliarden Euro erwirtschaftet, gab an, die gestiegenen Kosten nicht länger allein tragen zu können. Rund die Hälfte des Umsatzes stammt aus dem Konsumgüterbereich, der Rest aus industriellen Klebstoffen.

Unternehmenschef Carsten Knobel begründete die Maßnahme damit, dass ein weiteres Zuwarten die Situation nur verschlimmern würde. Auch BASF, ein wichtiger Lieferant für chemische Grundstoffe, warnte vor einem Anstieg der Rohstoffkosten um bis zu 30 Prozent. Verantwortlich dafür sind unter anderem globale Spannungen und höhere Ölpreise, die die Gewinnmargen der Hersteller belasten.

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Aktuelle Daten zeigen gemischte Trends bei den Lebensmittelpreisen in Deutschland. Innerhalb des letzten Jahres stiegen Grundnahrungsmittel nur um 1,1 Prozent – ein deutlich langsamerer Anstieg als zuvor. Während einige Produkte wie Speiseöle und Kartoffeln deutlich billiger wurden, verteuerten sich Eier um 14,5 Prozent. Die Gesamtinflation lag im Februar 2026 bei 1,9 Prozent, nach 2,1 Prozent im Januar und deutlich unter dem globalen Höchststand von 6,85 Prozent bei Lebensmittelpreisen im März 2025.

Trotz der leichten Entspannung werden Alltagsprodukte für Haushalte weiterhin teurer. Henkels Entscheidung spiegelt die breiten wirtschaftlichen Belastungen wider, die wahrscheinlich auch andere Unternehmen bald zu Preiserhöhungen zwingen werden.

Die höheren Kosten treffen Verbraucher besonders bei Wasch- und Reinigungsmitteln sowie Körperpflegeprodukten. Der Schritt des Konzerns zeigt, wie sich globale Konflikte und Lieferengpässe bis hin zum Endverbraucher auswirken. Da die Inflation bei einigen Grundgütern weiterhin spürbar ist, könnten weitere Preisanpassungen anderer Marken bevorstehen.

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