Hellweg beantragt Eigenverwaltung nach Kreditkündigung und Umsatzrückgang
Jonas WagnerHellweg beantragt Eigenverwaltung nach Kreditkündigung und Umsatzrückgang
Die Dortmunder Baumarktkette Hellweg hat Eigenverwaltung beantragt. Der Schritt erfolgt, nachdem die Kreditversicherung des Unternehmens gekündigt wurde und das Unternehmen gezwungen war, gerichtlichen Schutz zu suchen. Der Antrag wurde beim Amtsgericht Essen eingereicht.
Die finanziellen Probleme von Hellweg haben sich bereits über einen längeren Zeitraum zugespitzt. 2023 verzeichnete das Unternehmen einen Verlust von 104 Millionen Euro bei einem Umsatz von 672 Millionen Euro. Seit dem Ende der Pandemie-Beschränkungen gingen die Verkäufe kontinuierlich zurück, was die Krise weiter verschärfte.
Auch die gesamte deutsche Heimwerkerbranche kämpft mit Schwierigkeiten. Der Umsatz sank von 20,92 Milliarden Euro im Jahr 2024 auf 20,58 Milliarden Euro im Jahr 2025. Steigende Baukosten, hohe Energiepreise und anhaltende Inflation haben maßgeblich zu diesem Rückgang beigetragen.
Mittlerweile haben Sanierungsexperten die Geschäftsführung von Hellweg übernommen. Rund 2.900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im ganzen Land sind betroffen und erhalten für drei Monate Insolvenzgeld.
Der Insolvenzantrag markiert einen einschneidenden Moment für Hellweg und seine Belegschaft. Das Unternehmen wird nun unter gerichtlicher Aufsicht daran arbeiten, seine Finanzen zu stabilisieren. Die Beschäftigten erhalten vorläufige Unterstützung, während das Restrukturierungsverfahren voranschreitet.






