15 April 2026, 02:04

Grüner Stahl aus Australien: Thyssenkrupp Nucera liefert Elektrolyseure für CO₂-arme Produktion

Eine Liniengrafik, die Australiens Stromerzeugung nach Quelle zeigt, wobei jede Quelle durch eine unterschiedliche Farbe dargestellt wird, zusammen mit erklärendem Text.

Grüner Stahl aus Australien: Thyssenkrupp Nucera liefert Elektrolyseure für CO₂-arme Produktion

Progressive Green Solutions (PGS) hat Thyssenkrupp Nucera mit der Lieferung von Elektrolyseuren für sein "Mid-West Green Iron"-Projekt in Westaustralien beauftragt. Das Vorhaben zielt darauf ab, die CO₂-Emissionen in der Stahlproduktion durch den Einsatz erneuerbarer Energien und grünen Wasserstoffs um bis zu 90 Prozent zu senken. Die Produktion soll 2029 starten, mit ehrgeizigen Plänen für eine deutliche Ausweitung in den folgenden Jahren.

Als Rohstoff wird Magneteisenerz aus der Region für die Herstellung von Eisenpellets genutzt. PGS strebt ab 2029 eine jährliche Produktion von sieben Millionen Tonnen grünen Eisenpellets sowie 2,5 Millionen Tonnen grünem heißbrikettiertem Eisen (HBI, Hot Briquetted Iron) an. Langfristig soll die Kapazität auf 30 Millionen Tonnen Pellets und zehn Millionen Tonnen HBI pro Jahr gesteigert werden.

Die mit lokaler erneuerbarer Energie betriebene Elektrolyseuranlage wird eine Gesamtleistung von 1,4 Gigawatt erreichen und aus standardisierten 20-MW-scalum®-Modulen von Thyssenkrupp Nucera aufgebaut. Das Projekt befindet sich noch in einer frühen Planungsphase; die endgültigen Investitionsentscheidungen stehen noch aus.

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Thyssenkrupp Nucera rechnet nicht vor dem Geschäftsjahr 2026/27 mit nennenswerten finanziellen Auswirkungen aus dem Deal. Die ersten Exporte grüner Eisenprodukte sind für 2029 vorgesehen – ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur klimafreundlichen Stahlherstellung.

Sollte das "Mid-West Green Iron"-Projekt genehmigt werden, könnte es die Stahlindustrie revolutionieren, indem es Emissionen durch grünen Wasserstoff und erneuerbare Energien drastisch reduziert. Die schrittweise Erweiterung der Anlage hängt von weiteren Investitionen und betrieblichen Meilensteinen ab. Mit den ersten Exporten wird – bei planmäßigem Verlauf – ab 2029 gerechnet.

Quelle