Grüne warnen vor Kollaps der Solinger Krankenversorgung durch Klinikschließungen
Anna FuchsGrüne warnen vor Kollaps der Solinger Krankenversorgung durch Klinikschließungen
Die Solinger Grünen haben scharfe Kritik an den Plänen der K-Plus-Gruppe geübt, weitere Krankenhäuser in der Region zu schließen. Die Schließungen – darunter auch die des St.-Lukas-Klinikums – drohen die medizinische Versorgung zu beeinträchtigen und Tausende Beschäftigte zu verdrängen. Die Partei warnt, dass benachbarte Einrichtungen überlastet werden und die Berufsperspektiven für Medizinnachwuchs leiden könnten.
Die Grünen hatten bereits zuvor vor den Folgen der Schließung des St.-Lukas-Klinikums gewarnt. Laut ihrer Analyse müssen umliegende Krankenhäuser künftig mit zusätzlich 20.000 Notfalltransporten pro Jahr rechnen. Dieser massive Anstieg könnte die ohnehin stark ausgelasteten medizinischen Zentren an ihre Grenzen bringen.
Frank Knoche, Grünen-Vertreter im Aufsichtsrat des Städtischen Klinikums Solingen, kritisierte die Entscheidung scharf. Er bezeichnete die Genehmigung der Schließungen durch das Ministerium als „kontraproduktiv“ und verwies auf drohende Personalengpässe, da Tausende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nach neuen Stellen suchen müssten. Martina Zsack-Möllmann, zweite Grünen-Vertreterin im Aufsichtsrat des Klinikums, schloss sich diesen Bedenken an.
Die Partei betont zudem die Verantwortung des Krankenhauses, junge Fachkräfte zu fördern. Ziel sei es, Auszubildenden stabile Karrierewege zu bieten und so motiviertes Personal langfristig an den Gesundheitssektor zu binden. Erst kürzlich hatte das Klinikum die Genehmigung für eine neue Stroke-Unit erhalten – ein Beleg für seine Bedeutung in der spezialisierten Versorgung.
Die Schließungen zwingen Tausende Beschäftigte zur Umschulung oder zum Wechsel des Arbeitsorts, was den Druck auf die verbleibenden Krankenhäuser weiter erhöht. Die Solinger Grünen setzen sich weiterhin für Lösungen ein, die Arbeitsplätze sichern und die lokale Versorgungsqualität erhalten. Die langfristigen Auswirkungen auf die Notfallversorgung und die medizinische Ausbildung bleiben ein zentraler Streitpunkt.






