Großrazzia in Krefeld: 22 Verdachtsfälle auf Lohnbetrug und illegale Beschäftigung aufgedeckt
Jonas WagnerGroßrazzia in Krefeld: 22 Verdachtsfälle auf Lohnbetrug und illegale Beschäftigung aufgedeckt
Großrazzia in Krefeld deckt multiple Verdachtsfälle auf Lohn- und Sozialbetrug auf
Bei einer koordinierten Aktion in Krefeld sind am 9. Februar 2026 zahlreiche Verdachtsfälle auf Arbeits- und Sozialleistungsbetrug aufgedeckt worden. Zoll- und Polizeieinheiten kontrollierten im Rahmen einer europaweiten Razzia 26 Arbeitgeber und 32 Beschäftigte. Die Überprüfungen erfolgten im Rahmen der paneuropäischen Initiative ROADPOL, die sich gegen grenzüberschreitende Verstöße und Probleme der Verkehrssicherheit richtet.
Die Abteilung Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) des Hauptzollamts Krefeld arbeitete dabei mit der Polizei Mönchengladbach zusammen. Bei den Kontrollen wurden neun Verdachtsfälle auf Lohnvorenthaltung und Untreue festgestellt. Zudem gab es fünf Hinweise auf möglichen Sozialleistungsbetrug sowie drei Verdachtsfälle auf Verstöße gegen den Mindestlohn.
Die Ermittler stießen außerdem auf vier Fälle, in denen Arbeitgeber die vorgeschriebene Sofortmeldung von Beschäftigungsverhältnissen nicht vorgenommen hatten. Zudem wurde ein Fall illegaler Arbeitnehmer online Überlassung aufgedeckt. Die Befunde werden nun von der Finanzkontrolle Schwarzarbeit in Mönchengladbach weiter geprüft.
Die Aktion war Teil von ROADPOL, einem europaweiten Verbund von Verkehrspolizeibehörden. Zwar ist die genaue Zahl der teilnehmenden Länder im Jahr 2026 noch unklar, doch ist die Beteiligung des Kosovos, Zyperns sowie der deutschen Bundesländer Sachsen und Hamburg dokumentiert.
Die gemeinsame Operation hat eine Reihe von Ermittlungsverfahren wegen mutmaßlicher Verstöße gegen das Arbeitsrecht eingeleitet. Die Behörden werden nun die 22 identifizierten Fälle – darunter Lohnbetrug, Sozialleistungsmissbrauch und illegale Beschäftigungspraktiken – genauer untersuchen. Weitere Schritte hängen von den Ergebnissen dieser Prüfungen ab.






