Grenzwanderung in Arnsberg: Wie die Gebietsreform von 1975 die Stadt prägt
Anna FuchsGrenzwanderung in Arnsberg: Wie die Gebietsreform von 1975 die Stadt prägt
Geführte Wanderung am 19. Oktober erkundet die Grenzen von Arnsberg – geprägt durch eine 50 Jahre alte Gebietsreform
Am 19. Oktober lädt eine geführte Wanderung dazu ein, die Grenzen von Arnsberg zu erkunden, die durch die kommunale Gebietsreform von 1975 geprägt wurden. Die Künstlerin Theresa Kampmeier und das Kulturamt Arnsberg haben die Veranstaltung im Rahmen einer umfassenderen Auseinandersetzung mit den Auswirkungen der Reform organisiert – sowohl auf die Landschaft als auch auf das Gemeinschaftsleben. Die Teilnehmer:innen wandern auf einer etwa drei Kilometer langen Strecke von Voßwinkel nach Oeventrop, begleitet von lokalen Expert:innen und der Künstlerin selbst.
Die Wanderung beginnt um 15 Uhr am Wanderparkplatz Ochsenkopf. Petra Trompeter, Yvonne Kaiser und Theresa Kampmeier führen die Gruppe entlang eines Weges, der die Grenzen nachzeichnet, die durch die Gebietsreform von 1975 gezogen wurden. Damals wurden mehrere umliegende Gemeinden zu Arnsberg zusammengeschlossen, wodurch eine größere Stadt mit gemeinsamer Verwaltung für Wohnungswesen, Verkehr und öffentliche Dienstleistungen entstand.
Die Route ist rund drei Kilometer lang und sollte etwa zwei Stunden dauern. Die Veranstalter weisen jedoch darauf hin, dass Teile der Strecke aufgrund von Wetterbedingungen, jahreszeitlichen Gegebenheiten oder überwucherten Pfaden geändert werden könnten. Festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung werden empfohlen, da die Wanderung nicht barrierefrei ist und bei Sturm oder starkem Regen kurzfristig abgesagt werden könnte.
Interessierte können sich vorab über die Route in der Komoot-App informieren oder eine GPX-Datei herunterladen, die auch Hintergründe zu den Auswirkungen der Reform und lokalen Sehenswürdigkeiten enthält. Parkplätze und Bushaltestellen sind sowohl am Start- als auch am Zielpunkt vorhanden, allerdings kann der Mobilfunkempfang in einigen Abschnitten eingeschränkt sein. Eine Anmeldung ist erforderlich – per Telefon (02932 201 1327) oder E-Mail (k.brandt@unsere-website).
Die Veranstaltung wird gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen im Rahmen der Initiative #ARTinprogress. Ziel der Wanderung ist es, zum Nachdenken über die langfristigen Folgen administrativer Veränderungen anzuregen – sowohl für die natürliche Umwelt als auch für das Zusammenleben in der Region über die letzten fünf Jahrzehnte hinweg.
Die Teilnehmenden haben die Möglichkeit, die physischen Grenzen der Arnsberger Erweiterung von 1975 abzugehen und dabei deren langfristige Auswirkungen zu reflektieren. Da schlechte Wetterbedingungen zu kurzfristigen Änderungen oder einer Absage führen können, wird empfohlen, vorab die Wettervorhersage zu prüfen. Die Anmeldung bleibt bis zum Tag der Wanderung geöffnet.






