Gericht stärkt Tierschutz: Wer Tiertransporte beauftragt, haftet jetzt direkt
Jonas WagnerGericht stärkt Tierschutz: Wer Tiertransporte beauftragt, haftet jetzt direkt
Ein aktuelles Gerichtsurteil hat geklärt, wer die Verantwortung für den Tierschutz beim Transport von Nutztieren trägt. Die Entscheidung betont, dass nicht nur die Transportunternehmen oder Käufer, sondern auch die Auftraggeber sicherstellen müssen, dass angemessene Bedingungen herrschen. Zudem wurde eine wichtige Ausnahmeregelung im kommerziellen Handel mit Wirbeltieren innerhalb Europas aufgehoben.
Nach deutschem und EU-Recht bleibt die Partei, die den Tiertransport in Auftrag gibt, vollumfänglich für das Wohl der Tiere verantwortlich – selbst dann, wenn sie die Tiere nie direkt behandelt oder tägliche Entscheidungen über ihre Betreuung trifft. Das Gericht stellte klar, dass derjenige, der den Transport organisiert, das Transportunternehmen auswählt und die Bedingungen festlegt, eine entscheidende Rolle dafür spielt, wie die Tiere während der Fahrt behandelt werden.
Das Urteil beseitigt zudem eine bisherige Ausnahmebestimmung, die es gewerblichen Händlern erlaubte, Wirbeltiere ohne Genehmigung zu transportieren. Diese Änderung folgt auf wiederholte Verstöße gegen die Standards im Tiertransport. Zwar bezieht sich die Entscheidung auf deutsches und EU-Recht, doch bleibt offen, wie andere europäische Länder die Haftung von Zwischenhändlern oder Maklern in ähnlichen Fällen regeln.
Rechtsexperten weisen darauf hin, dass die Neuregelung die Verantwortung der Transportorganisatoren innerhalb Europas stärker in den Fokus rückt. Die Pflichten erstrecken sich nun eindeutig über den Transportunternehmer und den Endkäufer hinaus und sorgen so für eine strengere Kontrolle in jeder Phase.
Mit dem Urteil entfällt eine langjährige Genehmigungsausnahme, und die Verantwortung für den Tierschutz wird gestärkt. Auftraggeber von Nutztiertransporten müssen nun direkt für die Bedingungen während des Transports einstehen. Ziel der Entscheidung ist es, frühere Versäumnisse zu vermeiden und die Standards in der gesamten Branche innerhalb Europas zu verbessern.
EU citizens back stricter rules as court tightens liability
New survey data reveals strong public support for enhanced animal welfare measures. Key findings include:
- 82% of EU citizens believe long-distance livestock transports cause unnecessary suffering.
- Over 8 in 10 respondents demand stricter regulations or outright bans on extended animal transports.
- These results align with recent court rulings that expanded liability for transport organizers, reflecting growing societal pressure for reform.






