24 February 2026, 21:13

Gefälschte Papiere und 4 Tonnen Überladung: Lkw-Fahrer in Bochum gestoppt

Eine Gruppe von Polizeibeamten steht vor einem großen Gebäude mit Fenstern, Säulen und Bögen, mit Fahrzeugen auf der Straße, einer Person mit einer Kamera auf der linken Seite und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.

Gefälschte Papiere und 4 Tonnen Überladung: Lkw-Fahrer in Bochum gestoppt

Überladener Lkw in Bochum gestoppt – Fahrer mit gefälschten Papieren

Ein schwer überladener Lastwagen wurde am Montag, dem 23. Februar, in Bochum angehalten, nachdem Verkehrsbeamte an der Dorstener Straße bemerkt hatten, dass die Federung des Fahrzeugs bedenklich absackte. Wie sich später herausstellte, fuhr der 60-jährige Fahrer – ein Bauarbeiter – mit gefälschten Dokumenten und verfügte nicht über die erforderliche gewerbliche Führerschein für Bahn- und Transportfahrzeuge.

Der 7,49 Tonnen schwere Kipper war mit 11,8 Tonnen Schotter beladen – und lag damit weit über dem zulässigen Gesamtgewicht. Die Radläufe schrammten über den Boden, was den streifenden Beamten sofort auffiel.

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Der Mann präsentierte einen gefälschten polnischen Führerschein sowie eine manipulierte polnische Aufenthaltserlaubnis. Bei weiteren Überprüfungen stellte sich heraus, dass er lediglich einen gültigen georgischen Pkw-Führerschein besaß, der keine gewerblichen Bahn- und Transportfahrzeuge abdeckt. Der Fahrer gab zu, sich die falschen Papiere besorgt zu haben, um in der EU als angeblicher deutschland Bürger arbeiten zu können.

Die deutschen Bahn-Behörden haben inzwischen Ermittlungen wegen des Verdachts auf illegale Beschäftigung und weiterer Verstöße eingeleitet. Der Fall reiht sich in eine Reihe von verschärften Kontrollen in den letzten Jahren ein: Zwischen 2024 und 2026 gerieten rund 150 Unternehmen und über 300 Personen aus dem Bahn- und Transportgewerbe ins Visier von Zoll- und Arbeitsbehörden. Bis Ende 2025 wurden etwa 80 Verurteilungen erzielt, darunter nach Razzien gegen ein Baukartell in Nordrhein-Westfalen (2024) und Transportkontrollen in Bayern (2025).

Dem Fahrer drohen nun Anklagen wegen Urkundenfälschung, illegaler Beschäftigung und Fahrens ohne die richtige Führerschein für Bahn- und Transportfahrzeuge. Der Vorfall unterstreicht die anhaltenden Bemühungen der deutschen Bahn-Behörden, gegen nicht lizenzierte Berufskraftfahrer und gefälschte Arbeitserlaubnisse in der deutschen Bahn- und Baubranche vorzugehen.