13 March 2026, 16:04

Gebühren-Schock für Wohnmobilcamper am Emssee in Warendorf

Ein Boot auf einem Trailer in einer Parklöcher, umgeben von einem Metallzaun, mit Menschen, die stehen und sitzen unter einem Zelt, Pfähle, Bäume, Pflanzen, Gras, eine Straßenlaterne, Gebäude mit Fenstern und eine bewölkte Himmel.

Gebühren-Schock für Wohnmobilcamper am Emssee in Warendorf

Wohnmobilcamper in Warendorf müssen im Frühling mit stark steigenden Gebühren rechnen. Der Stadtrat hat für den beliebten Stellplatz am Emssee einen neuen Tagespreis von 15 Euro festgesetzt. Stammgäste wie der 83-jährige Günter Brossat kritisieren die Erhöhung als überzogen.

Günter Brossat, der seit 20 Jahren regelmäßig aus Unna anreist, um die Sommermonate am Emssee zu verbringen, fühlt sich durch die neuen 15 Euro pro Tag von seinem gewohnten Platz verdrängt. Einige Camper überlegen sogar, künftig ganz fernzubleiben – die Kosten seien ihnen zu hoch.

Der Stadtrat hatte die Gebührenerhöhung im Herbst einstimmig beschlossen, auf Initiative der CDU. Die Stadtverwaltung begründet den höheren Preis mit der attraktiven Seelage und den angebotenen Leistungen: Frischwasseranschlüsse, Stromversorgung und kostenlose Tagesnutzung der Sanitäranlagen.

Zudem sind Modernisierungen geplant: Veraltete Stromsäulen werden ausgetauscht, und ab April kommen Parkscheinautomaten zum Einsatz. Wer die höheren Kosten scheut, kann auf den einfacheren Platz Wiesengrund ausweichen. Dort kostet der Aufenthalt zwar nur etwa 5 Euro pro Tag, allerdings ohne zusätzliche Annehmlichkeiten.

Die neuen 15 Euro gelten ab diesem Frühling – parallel zu den Aufwertungen am Emssee. Camper müssen sich nun entscheiden: entweder mehr zahlen für verbesserte Infrastruktur oder auf den günstigeren, aber schlichteren Platz Wiesengrund ausweichen. Die Stadt betont, die Preise spiegelten die Qualität des Platzes und die laufenden Unterhaltungskosten wider.

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