14 April 2026, 00:09

Gamescom 2024: Zwischen Hype und Hass – wie toxisch ist die Gaming-Welt wirklich?

Ein Mann im Anzug spricht in ein Mikrofon an einem Rednerpult, wahrscheinlich zur Genehmigung eines Gesetzes zur Verbannung des Internets durch die Regierung.

Gamescom 2024: Zwischen Hype und Hass – wie toxisch ist die Gaming-Welt wirklich?

Gamescom: Die größte Spielemesse der Welt startet in Köln – doch eine Umfrage zeigt besorgniserregende Trends unter passionierten Gamern

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die Gamescom, die weltweit größte Fachmesse für Video- und Computerspiele, öffnet diese Woche in Köln ihre Tore. Von Mittwoch bis Sonntag wird die Veranstaltung Hunderttausende Fans anziehen. Doch eine aktuelle Umfrage deckt alarmierende Entwicklungen unter eingefleischten Spielern auf: Einsamkeit, Belästigung und radikale Einstellungen sind weit verbreitet.

Laut der Erhebung sind 75 Prozent der Hardcore-Gamer Männer, davon 55 Prozent zwischen 16 und 34 Jahre alt. Viele berichten von regelmäßigen Angriffen während des Spielens – 38 Prozent geben an, "sehr oft oder häufig" beleidigt zu werden, weitere 14 Prozent erleben häufig verbale Attacken.

Drohungen mit körperlicher Gewalt oder Vergewaltigung sind kein Einzelfall. Neben persönlichen Angriffen sind Feindseligkeit gegenüber LGBTQ+-Personen und antifeministische Haltungen in der Community weit verbreitet. Besonders brisant: 43 Prozent stimmen der Aussage zu, Juden hätten zu viel Einfluss in der Welt.

Auch soziale Isolation ist ein großes Problem58 Prozent der passionierten Spieler fühlen sich mäßig bis stark einsam. Auffällig ist zudem das politische Engagement: 27 Prozent hatten im vergangenen Jahr an einer Demonstration teilgenommen.

Während die Gamescom diese Woche beginnt, zeigt die Messe sowohl die Beliebtheit als auch die Schattenseiten der Gaming-Kultur. Die Umfrageergebnisse unterstreichen anhaltende Probleme wie Belästigung, Extremismus und Vereinsamung unter Spielern. Veranstalter und Branchenvertreter könnten in den kommenden Jahren zunehmend unter Druck geraten, diese Missstände anzugehen.

Quelle