Fraunhofer ILT revolutioniert Luft- und Raumfahrt mit Wasserstoff und Lasertechnik
Jonas WagnerFraunhofer ILT revolutioniert Luft- und Raumfahrt mit Wasserstoff und Lasertechnik
Das Fraunhofer-Institut für Lasertechnik (ILT) in Aachen treibt neue Fertigungsverfahren voran, um die Emissionen in der Luft- und Raumfahrt zu senken. Die Arbeit des Instituts umfasst sowohl die Luftfahrt als auch die Raumfahrt und konzentriert sich auf Wasserstoffantriebe sowie effizientere Produktionsmethoden. Diese Innovationen sollen die ehrgeizigen Klimaziele der EU für den Sektor unterstützen.
Im Rahmen des EU-geförderten Projekts ENLIGHTEN verfeinert das Fraunhofer ILT das laserbasierte Auftragschweißen (LMD), um Raketenbauteile mit höherer Präzision und Effizienz herzustellen. Dieses Verfahren reduziert Abfall und beschleunigt die Produktion im Vergleich zu herkömmlichen Methoden. Zudem entwickelte das Team spezielle Pulver, die komplexe Designs ermöglichen, die mit konventionellen Techniken nicht umsetzbar wären.
Das Institut beteiligt sich auch an der Forschungsinitiative TIRIKA, die Wasserstoff als emissionsfreien Kraftstoff für Flugzeuge erforscht. Mit der Laser-Pulverbettfusion (LPBF) stellt das ILT leichte, hochfeste Bauteile her, die speziell für wasserstoffbetriebene Triebwerke ausgelegt sind. Fortschrittliche Sensoren erkennen dabei winzige Fehler – bis zu 0,4 Millimeter – während der Fertigung und gewährleisten so eine höhere Qualität und Zuverlässigkeit.
Ökobilanzen bestätigen, dass die additive Fertigung einen deutlich geringeren ökologischen Fußabdruck hinterlässt als herkömmliche Produktionsverfahren. Diese Erkenntnisse decken sich mit dem Ziel der Europäischen Kommission, die CO₂-Emissionen im Luftverkehr bis 2050 um 60 Prozent zu reduzieren. Gleichzeitig arbeitet die EU an einem Weltraumgesetz, das Nachhaltigkeitsstandards für alle Raumfahrtaktivitäten vorschreiben soll.
Die Fortschritte des Fraunhofer ILT in den Bereichen additive Fertigung und Wasserstoffantriebe könnten eine Schlüsselrolle bei der ökologischen Transformation der Luft- und Raumfahrt spielen. Die Arbeit des Instituts unterstützt strengere EU-Emissionsvorgaben und kommende Nachhaltigkeitsregularien. Bald schon könnten diese Technologien zum Standard bei der Herstellung leichterer, festerer und umweltfreundlicherer Flugzeug- und Raketenteile werden.






