Forschungsprojekt enthüllt dunkle Kapitel der Polizeigeschichte in NRW
Lotta AlbrechtForschungsprojekt enthüllt dunkle Kapitel der Polizeigeschichte in NRW
Ein Forschungsprojekt unter der Leitung der Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung Nordrhein-Westfalen (HSPV NRW) beleuchtet die Geschichte von Polizeistandorten in der Region. Die Initiative mit dem Titel „Orte der Polizeigeschichte“ konzentriert sich auf Schauplätze aus der Zeit der Weimarer Republik und des Nationalsozialismus. Ein zentraler Untersuchungsort ist das Polizeipräsidium Gelsenkirchen.
Das Projekt startete 2020 auf Anregung des Innenministeriums Nordrhein-Westfalen. Ein Team von Historikern des Instituts für Geschichte und Ethik der Polizei und öffentlichen Verwaltung leitet die Arbeiten, darunter Prof. Dr. Dr. Dimitrij Davydov, Prof. Dr. Christoph Giersch, Dr. Frank Kawelovski, Dr. Christoph Riederer und Nanina Marika Sturm.
Ziel des Vorhabens ist es, bedeutende polizeihistorische Stätten aus dem frühen 20. Jahrhundert zu dokumentieren und aufzubereiten – von ehemaligen Polizeigebäuden bis hin zu Orten, die mit Polizeieinsätzen während der NS-Zeit verbunden sind. Die Forscher:innen sichten historische Akten, Fotos und Filmaufnahmen und bereiten diese als digitale Ressource auf.
Ein zentrales Element des Projekts ist eine interaktive virtuelle Karte, die jeden Standort mit Archivdokumenten, Bildern und Hintergrundinformationen verknüpft. Nutzer:innen können sich über die Geschichte des Gelsenkirchener Polizeipräsidiums auf der Projekthomepage informieren: https://www.hspv.nrw.de/projekt-orte-der-polizeigeschichte/orte/gelsenkirchen-polizeipraesidium.
Die Forschung ermöglicht der Öffentlichkeit den Zugang zu historischen Polizeiakten und standortspezifischen Details. Durch die Verknüpfung von Originaldokumenten mit einer digitalen Karte bietet das Projekt eine strukturierte Möglichkeit, sich mit der Polizeigeschichte Nordrhein-Westfalens auseinanderzusetzen. Die Ergebnisse stehen online für weitere Studien zur Verfügung.






