Forschungsprojekt CircuPEM will Wasserstoffproduktion nachhaltiger revolutionieren
Lotta AlbrechtForschungsprojekt CircuPEM will Wasserstoffproduktion nachhaltiger revolutionieren
Ruhr-Universität Bochum leitet neues Forschungsprojekt für nachhaltigere Wasserstoffproduktion
Die Ruhr-Universität Bochum koordiniert ein neues Forschungsvorhaben, das die Wasserstoffherstellung umweltfreundlicher gestalten soll. Unter dem Namen CircuPEM steht im Mittelpunkt des Projekts die Verringerung des Bedarfs an seltenen und teuren Rohstoffen in PEM-Elektrolyseuren. Für die Umsetzung wurden rund 2,9 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) eingeworben.
Das im Januar gestartete Projekt läuft über drei Jahre und zielt darauf ab, ein Kreislaufwirtschaftskonzept für PEM-Elektrolyseure zu entwickeln – eine Schlüsseltechnologie für die Erzeugung von grünem Wasserstoff. Bisher sind diese Geräte auf kostspielige Materialien wie Iridium, Platin und Titan angewiesen.
Die Forschung gliedert sich in drei Phasen: Zunächst analysiert das Team die bestehende Wertschöpfungskette. Anschließend werden neue Geschäftsmodelle entwickelt und bewertet. Abschließend sollen Pilotprojekte vorgeschlagen werden, um die Ergebnisse in der Praxis zu testen.
Zu den Projektpartnern zählen das Heinz-Nixdorf-Institut der Universität Paderborn, das Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik (UMSICHT), die Direct Matter GmbH sowie Heraeus Precious Metals. Ziel ist es, die Materialien so lange wie möglich im Kreislauf zu halten, Abfall zu minimieren und den Ressourcenverbrauch zu senken.
CircuPEM ist Teil des Innovationswettbewerbs GreenEconomy.IN.NRW und wird vom Wirtschaftsministerium Nordrhein-Westfalens sowie der Europäischen Union gefördert.
Die Projektergebnisse könnten dazu beitragen, die Kosten und Umweltbelastung der Wasserstoffproduktion zu reduzieren. Durch eine effizientere Wiederverwendung von Materialien soll die Abhängigkeit der PEM-Elektrolyseure von knappen Rohstoffen verringert werden. Zudem könnten die Erkenntnisse künftige Politikmaßnahmen und Branchenstandards im Bereich der nachhaltigen Energiewirtschaft prägen.






