08 June 2026, 06:02

Feuerwehr in NRW kämpft gegen höhere Altersgrenze für den Ruhestand

Verdi: "Lasst die Altersgrenze der Feuerwehren in Ruhe - Die 60 müssen bleiben!"

Feuerwehr in NRW kämpft gegen höhere Altersgrenze für den Ruhestand

Feuerwehrleute in Nordrhein-Westfalen wehren sich gegen Pläne zur Anhebung des Rentenalters

Im März übergaben Gewerkschaften über 5.000 Unterschriften an den Landtag in Düsseldorf und forderten die Politiker auf, die aktuelle Altersgrenze von 60 Jahren beizubehalten. Der Vorstoß kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Landesregierung über Änderungen nachdenkt, um Personalmangel und eine alternde Belegschaft in den Griff zu bekommen.

Die Kampagne wurde von den Gewerkschaften ver.di und Komba angeführt, die argumentieren, dass eine Anhebung des Rentenalters die Nachwuchsgewinnung erschweren und den Berufsstand untergraben würde. Tjark Sauer, bei ver.di zuständiger Sekretär für den Feuerwehrbereich in NRW, warnte, dass ein höheres Pensionsalter jüngere Bewerber abschrecken könnte. Zudem bezeichnete er den Vorschlag als respektlos gegenüber den aktuellen Einsatzkräften.

Das Innenministerium des Landes hat einen Gesetzentwurf vorgelegt, der eine moderate Anhebung der Altersgrenze vorsieht. Beamte begründen die geplante Änderung mit der Notwendigkeit, den Feuerwehrbetrieb angesichts des demografischen Wandels aufrechtzuerhalten. Die Gewerkschaften hingegen bestehen darauf, dass der Schritt die Personalprobleme nicht lösen, sondern den Dienst sogar schwächen würde.

Ver.di hat mehrfach betont, dass die Beibehaltung der Grenze bei 60 Jahren sowohl aus Sicherheitsgründen als auch im Sinne der Fairness unverzichtbar sei. Die Position der Gewerkschaft spiegelt die Sorge wider, dass ältere Feuerwehrleute den körperlichen Anforderungen des Berufs auf Dauer nicht mehr gewachsen sein könnten. Die Entscheidung liegt nun bei den Abgeordneten in Düsseldorf, die abwägen müssen zwischen betrieblichen Erfordernissen und der Motivation der Belegschaft.

Der Landtag wird nun darüber entscheiden, ob das Rentenalter angepasst oder beibehalten wird. Sollte die Neuregelung verabschiedet werden, könnte sie die Einstellungspraxis und Personalbindung in den Feuerwehrdiensten NRWs grundlegend verändern. Die Gewerkschaften bleiben indes kompromisslos in ihrer Ablehnung und fordern, die bestehende Regelung unverändert zu lassen.

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