Feuerwehr Ennepe-Ruhr diskutiert Krisenstrategien und neues Einsatzzentrum in Herdecke
Lotta AlbrechtFeuerwehr Ennepe-Ruhr diskutiert Krisenstrategien und neues Einsatzzentrum in Herdecke
41. Bezirksdelegiertenkonferenz des Feuerwehrabschnitts Ennepe-Ruhr in Herdecke
Am Freitag fand in Herdecke die 41. Bezirksdelegiertenkonferenz des Feuerwehrabschnitts Ennepe-Ruhr statt. Über 130 Delegierte und Gäste kamen zusammen, um über zentrale Herausforderungen der Feuerwehr zu beraten.
Der neu ernannte Landrat Sebastian Arlt eröffnete die Veranstaltung mit einer Rede. Er betonte seine persönliche Verbundenheit mit der Feuerwehr und bekräftigte seine volle Unterstützung für deren Arbeit.
Rolf-Erich Rehm, Vorsitzender des Verbandes, präsentierte einen Bericht zu aktuellen Problemen. Er kritisierte das Fehlen ernsthafter Notfallplanungen für Krisen wie Pandemien oder Stromausfälle. Zudem verwies er auf die Belastungen durch das Hochwasser 2021 und den Ukraine-Krieg, die die Einsatzkräfte vor besondere Herausforderungen stellen.
Matthias Jansen, einer der stellvertretenden Vorsitzenden, gab einen Überblick über das geplante Rettungs- und Einsatzzentrum. Die Idee dazu hatte der Verband bereits 2012 vorgelegt; nun sollten erste Entwürfe für das 14.800 Quadratmeter große Gelände vorgestellt werden. Außerdem kündigte er an, dass die diesjährige Ehrungsveranstaltung in Sprockhövel stattfinden wird, und dankte den politischen Verantwortlichen für ihre Unterstützung.
Nils Abbink, Bezirksjugendfeuerwehrwart, berichtete von stabilen Mitgliederzahlen in der Jugendfeuerwehr. Trotz der Pandemie blieben 453 junge Teilnehmer aktiv im Programm engagiert.
An der Konferenz nahmen 137 Delegierte aus Kreis- und Werkfeuerwehren teil. Im Mittelpunkt der Diskussionen standen Einsatzvorbereitung, laufende Projekte und die Zukunft der Feuerwehr. Die Veranstaltung unterstrich das Engagement des Verbandes, sich den aktuellen und künftigen Herausforderungen zu stellen.
