05 February 2026, 22:05

Evonik streicht 1.000 Jobs und führt neue Dividendenpolitik ein

Ein Plakat mit fetter, schwarzer Schrift auf einem weißen Hintergrund, eingerahmt von einem dünnen schwarzen Rand, das "Trickle-Down Economics Doesn't Work" besagt und einen Zitat von Präsident Biden enthält.

Evonik-Aktionäre erhalten niedrigere Dividende - Evonik streicht 1.000 Jobs und führt neue Dividendenpolitik ein

Evonik kündigt umfangreiche finanzielle und strukturelle Veränderungen für 2026 an

Der Chemiekonzern Evonik plant für das Jahr 2026 weitreichende Maßnahmen: Die Belegschaft soll um 1.000 Stellen reduziert werden, gleichzeitig führt das Unternehmen eine neue Dividendenpolitik ein. Diese Schritte folgen auf ein schwieriges Jahr 2025, in dem sowohl Umsatz als auch Erträge hinter den Vorjahreswerten zurückblieben.

Im Jahr 2025 sank der Umsatz von Evonik um sieben Prozent auf 14,1 Milliarden Euro. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisation (EBITDA) ging ebenfalls um neun Prozent zurück und lag knapp unter 1,9 Milliarden Euro. Der Rückgang ist auf den wachsenden Wettbewerb zurückzuführen, insbesondere durch chinesische Unternehmen wie Wanhua Chemical und Ronas Chemicals. In den vergangenen fünf Jahren hat Evonik seinen globalen Marktanteil in Schlüsselsegmenten wie Methacrylaten und Kieselsäure von etwa 25 auf 18 Prozent verloren, da chinesische Hersteller ihre Kapazitäten ausbauten und die Preise unterboten.

Trotz dieser Herausforderungen bleibt Evonik in puncto Innovation führend: Das Unternehmen meldete 20 Prozent mehr Patente an als seine stärksten chinesischen Konkurrenten, mit einem Fokus auf Hochleistungspolymere und biobasierte Spezialchemikalien. Für 2026 prognostiziert Evonik ein bereinigtes EBITDA zwischen 1,7 und 2,0 Milliarden Euro.

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Zudem stellte der Vorstandsvorsitzende eine neue Dividendenpolitik vor: 2026 sollen Aktionäre eine Erstausschüttung von 1,00 Euro pro Aktie erhalten. In den Folgejahren wird die Dividende zwischen 40 und 60 Prozent des bereinigten Konzernnettoergebnisses liegen. Die RAG-Stiftung, größter Evonik-Aktionär, unterstützt den neuen Kurs öffentlich.

Die Stellenstreichungen und die Dividendenanpassungen markieren einen Strategiewechsel bei Evonik. Das Unternehmen strebt eine Stabilisierung der Erträge an und will Aktionäre künftig zuverlässiger belohnen. Angesichts des verschärften Wettbewerbs werden Innovation und Kosteneffizienz maßgeblich über die künftige Performance entscheiden.