Eurowings und Greenlyte starten revolutionäres SAF-Projekt in Düsseldorf
Lotta AlbrechtEurowings und Greenlyte starten revolutionäres SAF-Projekt in Düsseldorf
Greenlyte und Eurowings vereinbaren Partnerschaft für nachhaltigen Flugkraftstoff am Flughafen Düsseldorf
Die Unternehmen Greenlyte und Eurowings haben eine Kooperation geschlossen, um am Flughafen Düsseldorf nachhaltigen Flugkraftstoff (SAF, Sustainable Aviation Fuel) herzustellen. Das Projekt, dessen Bau 2027 beginnen soll, setzt auf innovative Technologien, um umweltfreundliche Alternativen zu herkömmlichem Kerosin zu entwickeln. Eurowings plant, die gesamte Produktion der neuen Anlage in den ersten drei Betriebsjahren abzunehmen.
Beide Partner unterzeichneten eine Absichtserklärung zum Bau einer "Reallabor"-Produktionsstätte direkt am Flughafen. Die von Greenlyte eingesetzte Technologie filtert Kohlendioxid aus der Luft und verbindet es mit grünem Wasserstoff, um synthetischen Kraftstoff herzustellen. Eine vor Ort errichtete Solaranlage wird einen Teil des benötigten Stroms für den Prozess liefern.
Mit den Genehmigungsverfahren, die 2023 starten sollen, könnte der Bau 2027 beginnen. Ab 2028 soll die Anlage jährlich rund 150 Tonnen SAF produzieren – eine Menge, die bei einer Beimischungsgrenze von 50 Prozent zu herkömmlichem Kerosin etwa 60 Flüge zwischen Düsseldorf und Palma de Mallorca ermöglichen würde.
Laut Florian Hildebrand, dem CEO von Greenlyte, werden die Kosten für das Projekt über zehn Millionen Euro betragen. Die Anlage dient als Machbarkeitsnachweis und soll die Grundlage für eine spätere Großproduktion von SAF schaffen. Allerdings ist der synthetische Kraftstoff derzeit noch deutlich teurer – bis zu zehnmal so viel wie herkömmliches Kerosin.
Jens Bischof, Vorstandsvorsitzender von Eurowings, forderte politische Unterstützung, um Investitionen in solche Anlagen zu fördern. Seiner Meinung nach könnte staatliche Förderung den Markt für nachhaltige Flugkraftstoffe beschleunigen.
Die Partnerschaft markiert einen wichtigen Schritt zur Reduzierung der CO₂-Emissionen im Luftverkehr durch synthetische Kraftstoffe. Sobald die Anlage in Betrieb geht, wird Eurowings die gesamte SAF-Produktion für drei Jahre abnehmen. Langfristig soll das Projekt auch als Vorbild für den Ausbau der Produktionskapazitäten dienen.






