Essen wird zur "Sportstadt für alle" – wie der neue Entwicklungsplan Bewegung fördert
Jonas WagnerEssen wird zur "Sportstadt für alle" – wie der neue Entwicklungsplan Bewegung fördert
Essen hat einen bedeutenden Schritt hin zu einer aktiveren Stadt gemacht. Am 25. März 2026 verabschiedete der Stadtrat den Abschlussbericht des Integrierten Sportentwicklungsplans (ISEP). Das Ziel des Plans ist es, Sport für alle Bürgerinnen und Bürger zugänglich zu machen und Essen als eine "Sportstadt für ALLE Menschen" zu etablieren.
Der ISEP wurde erstmals im September 2021 vom Essener Stadtrat in Auftrag gegeben. Ab August 2022 übernahm ein externes sportwissenschaftliches Institut die Federführung des Projekts. In den folgenden Jahren wurde der Plan durch umfangreiche Beiträge von städtischen Fachbereichen, Sportvereinen, Initiativen und weiteren lokalen Akteuren geformt.
Die Strategie basiert auf vier zentralen Säulen: die Analyse der aktuellen Situation, die Bedarfsermittlung, die Entwicklung von Handlungsempfehlungen sowie die Optimierung bestehender Strukturen. Im Gegensatz zu klassischen Sportförderplänen verknüpft Essens Ansatz den Sport mit übergreifenden städtebaulichen Maßnahmen, öffentlichen Räumen, Schulen und Jugendprogrammen. Diese integrative Herangehensweise spiegelt einen wachsenden Trend in anderen deutschen Großstädten wider, wo die Nutzung öffentlicher Sportflächen während der Pandemie um 40 Prozent stieg und sich seit 2023 auf einem um 15–25 Prozent höheren Niveau stabilisiert hat.
Ein zentrales Anliegen des ISEP ist die Schaffung niedrigschwelliger Bewegungsangebote. Der Plan soll mehr Einwohnerinnen und Einwohner durch besseren Zugang zu Sportstätten und Programmen zur körperlichen Aktivität motivieren. Während der Abschlussbericht einen strategischen Rahmen vorgibt, enthält er noch keine konkreten Beschlüsse. Die Stadt wird ihn nun nutzen, um die langfristige Ausrichtung der Sportförderung festzulegen.
Mit dem verabschiedeten ISEP ebnet Essen den Weg für eine Ausweitung der Sportbeteiligung über alle Altersgruppen und Bevölkerungsgruppen hinweg. Die nächsten Schritte der Stadt bestehen darin, die Empfehlungen des Plans in konkrete Maßnahmen umzusetzen – etwa durch den Ausbau öffentlicher Sportflächen, die Verbesserung von Programmen und eine stärkere Verzahnung von Sport und urbanem Leben.






