Essen investiert über 200 Millionen Euro in seine städtische Zukunft

Essen investiert über 200 Millionen Euro in seine städtische Zukunft
Essen gestaltet seine städtische Infrastruktur durch eine massive Investitionsoffensive neu. Die Stadt greift dabei auf Bundes-, Landes- und kommunale Mittel zurück, um eine Welle von Bauprojekten zu finanzieren. Millionen an Fördergeldern fließen nun in Sanierungen, Umbauten und Neubauten – von Schulen über Verwaltungsgebäude bis hin zu öffentlichen Räumen.
Ein zentraler Erfolg war eine Kreditlinie in Höhe von 81,4 Millionen Euro aus dem Programm „Gute Schule 2020“, die bereits vollständig ausgeschöpft wurde. Weitere Finanzierungsquellen, darunter das Kommunalinvestitionsförderungsgesetz (KInvFöG), treiben die Entwicklung zusätzlich voran.
Den Anfang machte die Initiative „Gute Schule 2020“, die 81,4 Millionen Euro für die Modernisierung von Schulen bereitstellte. Jeder Euro dieser Kreditlinie wurde mittlerweile in die Aufwertung von Bildungseinrichtungen investiert.
Im Rahmen von KInvFöG I sicherte sich Essen bis Juni 2025 insgesamt 64,3 Millionen Euro für 55 Einzelprojekte. Die Mittel flossen in Reparaturen, Erweiterungen und Neubauten. KInvFöG II brachte weitere 57 Millionen Euro ein – wobei bereits 84 Millionen Euro verbaut und zusätzliche 11 Millionen Euro bis Mitte 2025 für neue Verträge vorgesehen sind. Ein herausragendes Beispiel ist die Stadthafenschule in Vogelheim, die im Rahmen von KInvFöG II für rund 4,7 Millionen Euro fertiggestellt wurde. Die Schule dient heute als Vorbild dafür, wie gezielte Fördermittel veraltete Infrastruktur verwandeln können.
Neben Bundesmitteln nutzt Essen auch Landesprogramme. Ein Zuschuss von 26,25 Millionen Euro aus dem nordrhein-westfälischen Ausbauprogramm für Ganztagsbetreuung fließt in die Modernisierung von Kinderbetreuungseinrichtungen. Die Stadt strebt weiterhin nach zusätzlichen Fördermöglichkeiten, ohne dass bisher konkrete neue Programme bekannt gegeben wurden.
Die Investitionsoffensive beschränkt sich jedoch nicht auf Schulen. Straßen, Plätze, Sportanlagen und Verwaltungsgebäude sind ebenfalls Teil des umfassenden Umbaus. Die Verantwortlichen bearbeiten aktiv Förderanträge, um weitere Mittel für die nächsten Phasen der Initiative zu sichern.
Essens Investitionsstrategie hat bereits modernisierte Schulen, aufgewertete öffentliche Räume und verbesserte Verwaltungsstandorte hervorgebracht. Mit über 200 Millionen Euro an bewilligten Fördergeldern durchläuft die städtische Infrastruktur ihre tiefgreifendste Veränderung seit Jahren. Weitere Projekte stehen in den Startlöchern, während die Stadt weiterhin alle verfügbaren Zuschüsse und Fördermittel ausschöpfen will.

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