Essen führt Mindestpreise für Uber & Co. ein – Taxifahrer atmen auf

Voreinstellung für Uber-Fahrten: Essen will das Taxi schützen - Essen führt Mindestpreise für Uber & Co. ein – Taxifahrer atmen auf
Essen ist die erste Stadt in Nordrhein-Westfalen, die Mindestpreise für Fahrten über Ride-Hailing-Dienste festlegt. Die neuen Regeln, die am 1. Januar 2023 in Kraft treten, begrenzen Rabatte auf nur sieben Prozent unter den Preisen herkömmlicher Taxis. Laut Behörden soll die Maßnahme Taxifahrer vor unfairem Wettbewerb durch günstigere private Mietwagenanbieter schützen.
Die Regulierung folgt wachsenden Bedenken hinsichtlich des Wettbewerbs zwischen Taxis und Unternehmen wie Uber und Bolt. Essens Entscheidung spiegelt Schritte wider, die bereits in Berlin, Hamburg, München und Frankfurt unternommen wurden, wo ähnliche Preisregelungen bis Ende 2025 eingeführt wurden. Städte wie Köln, Stuttgart und Düsseldorf erwägen nun eigene Versionen.
NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer unterstützt den Ansatz Essens. Er rief andere Kommunen dazu auf, ihre Befugnisse zu nutzen, um gleiche Wettbewerbsbedingungen zu schaffen. Ride-Hailing-Unternehmen haben jedoch bereits angekündigt, die neuen Regeln gerichtlich anzufechten, sodass der Rechtsstreit weitergeht.
Fahrgäste in Essen könnten bald höhere Preise für Dienste wie Uber und Bolt bemerken. Die Obergrenze für Rabatte sorgt dafür, dass die Tarife näher an denen traditioneller Taxis liegen, wodurch sich die Preisdifferenz zwischen beiden verringert.
Die Regelung tritt am 1. Januar 2023 in Kraft und macht Essen zur ersten Stadt in der Region, die eine solche Politik durchsetzt. Während Taxifahrer vor starkem Wettbewerb geschützt werden, könnten Fahrgäste für private Mietwagenfahrten mehr zahlen. Das Ergebnis der geplanten Klagen bleibt ungewiss.

