Interner Kritik an der Staatsanwaltschaft im Menden-Fall - Ermittlungspannen bei Anti-Merz-Graffiti: Justiz in der Kritik
Die Generalstaatsanwaltschaft in Hamm hat die Bearbeitung eines Falles von anti-Merz-Graffiti durch die Staatsanwaltschaft Arnsberg scharf kritisiert. Eine Überprüfung ergab, dass die Ermittler vor ihrem Vorgehen die vorgeschriebenen Verfahren nicht ordnungsgemäß eingehalten hatten. Der Fall hat mittlerweile größere Aufmerksamkeit erregt – nicht nur wegen der Verfahrensfehler, sondern auch wegen Verzögerungen bei der Rückgabe beschlagnahmter Gegenstände.
Unterdessen hat sich Friedrich Merz zu Sicherheitsfragen geäußert, nachdem die USA und Israel im März 2026 Angriffe auf den Iran geflogen hatten. Er betonte, Deutschland ergreift Maßnahmen, um antisemitische, antiamerikanische und anti-iranische Angriffe zu verhindern, warnte zugleich aber vor den Risiken einer weiteren militärischen Eskalation in der Region.
Auslöser der Kontroverse war die Ermittlung gegen zwei junge Menschen – einen Mann und eine Frau –, die wegen Graffiti gegen Friedrich Merz im Visier der Behörden geraten waren. Die Polizei beschlagnahmte dabei unter anderem einen Laptop, Sprühdosen, zwei USB-Sticks und ein Notizbuch. Später stellte die Generalstaatsanwaltschaft jedoch fest, dass der zuständige Staatsanwalt die Akten vor dem weiteren Vorgehen nicht ausreichend geprüft hatte.
Die junge Frau wehrte sich gegen die Durchsuchung und gewann in der Berufung vor dem Landgericht Arnsberg. Auch der Anwalt des jungen Mannes setzte sich in einem ähnlichen Verfahren durch. Trotz eines entsprechenden Beschlusses der Staatsanwaltschaft aus dem vergangenen Sommer, die beschlagnahmten USB-Sticks und das Notizbuch zurückzugeben, geschah dies erst kürzlich. Der Laptop und die Sprühdosen befinden sich hingegen weiterhin in Polizeigewahrsam.
Die Generalstaatsanwaltschaft kam zu dem Schluss, dass es keinen dringenden Handlungsbedarf gegeben habe. Die Kritik wirft Fragen nach der Einhaltung verfahrensrechtlicher Standards auf und lässt Zweifel an der gesamten Ermittlungsführung von Anfang an aufkommen.
Der Fall offenbart Mängel in der Bearbeitung durch die Arnsberger Staatsanwaltschaft: Einige beschlagnahmte Gegenstände wurden verspätet zurückgegeben, andere werden bis heute vorgehalten. Die Erkenntnisse der Generalstaatsanwaltschaft deuten darauf hin, dass eine bessere Aufsicht diese Verzögerungen und Fehler hätte verhindern können.
Unabhängig davon spiegelt Merz' Fokus auf Sicherheit die wachsenden Bedenken wider, dass es in Deutschland angesichts der jüngsten geopolitischen Spannungen zu Unruhen kommen könnte.






