Düren gedenkt 1953er Aufstand – 35 Jahre Einheit im Fokus
Gedenkveranstaltung in Düren: 35 Jahre deutsche Einheit – ein Erfolg?
Am 2. Oktober 2025 fand in Düren eine Gedenkfeier statt – nur wenige Tage vor dem 35. Jahrestag der deutschen Wiedervereinigung. Organisiert wurde die Veranstaltung von Bürgermeister Frank Peter Ullrich, dem Bund der Stalinismus-Opfer, lokalen Ratsparteien sowie Schülerinnen und Schülern der St.-Angela-Schule. Im Mittelpunkt stand das Gedenken an die Opfer des Volksaufstands von 1953 in der DDR. Das diesjährige Motto lautete: "35 Jahre deutsche Einheit – Haben wir es geschafft?"
Die Feierlichkeiten fanden am Mahnmal für die Opfer des Stalinismus statt, das vor dem Rurtal-Gymnasium liegt. Anders als in den Vorjahren wurde die Veranstaltung nicht wie üblich im Juni, sondern im Oktober abgehalten – passend zum Jubiläum der Wiedervereinigung. Am 17. Juni 1953 waren über 50 Menschen ums Leben gekommen, als sowjetische und DDR-Sicherheitskräfte den Aufstand blutig niederschlugen.
Schülerinnen und Schüler der St.-Angela-Schule beteiligten sich mit selbstgestalteten Pappkartons, auf denen Parolen der Proteste von 1989 zu lesen waren – jenen Demonstrationen, die schließlich zum Fall der Berliner Mauer führten. Felix Heinz Holtschke, Landesvorsitzender des Bundes der Stalinismus-Opfer (VOS), berichtete von seinen persönlichen Erfahrungen im DDR-Alltag und den Herausforderungen der Wiedervereinigung. Heiko Hendriks, der Beauftragte der Landesregierung, würdigte das Engagement der Jugendlichen und Lehrkräfte, die sich mit diesem historischen Thema auseinandersetzen.
Bürgermeister Ullrich betonte in seiner Rede die Bedeutung der Erinnerung an den Aufstand von 1953 und den Schutz grundlegender Freiheitsrechte. Er mahnte, das Andenken an jene zu bewahren, die unter Unterdrückung für Freiheit kämpften.
Die Veranstaltung brachte Offizielle, Zeitzeuginnen und Zeitzeugen sowie junge Menschen zusammen, um über Deutschlands Vergangenheit und Gegenwart zu reflektieren. Durch die Verlegung des Gedenktags in den Oktober verbanden die Organisatoren den Aufstand von 1953 mit der größeren Erzählung der Wiedervereinigung. Die Einbindung von Schulen sorgte dafür, dass auch die jüngere Generation diesen Abschnitt der Geschichte nicht in Vergessenheit gerät.