27 February 2026, 06:03

DuMont übernimmt frankfurter rundschau – was das für Journalisten und Leser bedeutet

Eine deutsche Zeitungsvorderseite von 1939 mit der Überschrift "Weitpreubliche Zeitung", die eine Gruppe in traditioneller deutscher Tracht zeigt.

DuMont übernimmt frankfurter rundschau – was das für Journalisten und Leser bedeutet

Die frankfurter rundschau wechselt Ende März den Besitzer: Der DuMont-Verlag übernimmt die Zeitung von Heinen-Verlag. Das Blatt, das unter der bisherigen Führung finanziell kämpfte, wird künftig unter der redaktionellen Ägide seines langjährigen Konkurrenten erscheinen. Trotz des Wechsels betont DuMont, es werde keine betriebsbedingten Kündigungen geben. Stattdessen sollen digitale Stellen ausgebaut werden.

Offiziell wird DuMont die frankfurter rundschau am 31. März 2023 übernehmen. Der Verlag übernimmt dabei die Anteile von Heinen an der Rheinischen Redaktionsgemeinschaft, der gemeinsamen Redaktion, die lokale Inhalte sowohl für die frankfurter rundschau als auch für den Kölner Stadt-Anzeiger produziert. In der neuen Struktur bleibt die frankfurter rundschau redaktionell unabhängig, wird aber in das regionale Netzwerk des Kölner Stadt-Anzeiger integriert.

Christoph Bauer, Vorstandsvorsitzender von DuMont, bestätigte, dass die frankfurter rundschau innerhalb der Mediengruppe eine eigene Chefredaktion behalten wird. Die Zeitung erscheint weiterhin in Print- und Digitalform, zudem sind rund 30 neue digitale Stellen im Verbreitungsgebiet geplant. Die Gewerkschaften berichten jedoch, dass bis Ende März etwa 50 bestehende Arbeitsplätze abgebaut werden sollen.

Die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (DJU) und der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) in Nordrhein-Westfalen haben Bedenken geäußert. Sie warnen, dass eine Einstellung der frankfurter rundschau mindestens 30 Journalistenstellen kosten könnte. DuMont wies Vorwürfe von Massenentlassungen zurück und betonte sein Bekenntnis zur Fortführung des Blattes.

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Die Übernahme markiert einen tiefgreifenden Wandel für die frankfurter rundschau, die unter Heinen-Verlag mit finanzieller Instabilität zu kämpfen hatte. Während DuMont betriebsbedingte Kündigungen ausschließt und den Ausbau digitaler Angebote verspricht, bleiben die Gewerkschaften angesichts möglicher Arbeitsplatzverluste skeptisch. Die Zukunft der Zeitung hängt nun von ihrer Einbindung in die Strukturen des Kölner Stadt-Anzeiger ab.