Duisburgs dunkles Erbe: Zwangssterilisationen im Nationalsozialismus unter der Lupe
Jonas WagnerDuisburgs dunkles Erbe: Zwangssterilisationen im Nationalsozialismus unter der Lupe
Öffentlicher Vortrag zu Zwangssterilisationen im Nationalsozialismus in Duisburg am 19. Februar
Am Donnerstag, dem 19. Februar, findet in Duisburg ein öffentlicher Vortrag über Zwangssterilisationen während der NS-Zeit statt. Der Historiker Dr. Bernd Kern wird dabei die Auswirkungen des 1933 erlassenen "Gesetzes zur Verhütung erbkranken Nachwuchses" und dessen Umsetzung in der Stadt bis 1949 beleuchten. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Beginn ist um 18:15 Uhr in der DenkStätte, der Gedenkstätte im Stadtarchiv am Karmelplatz 5 im Duisburger Innenhafen. Dr. Kern, der an der Universität Duisburg-Essen forscht, wird untersuchen, wie politische, soziale und wirtschaftliche Faktoren die Durchführung der nationalsozialistischen Sterilisationspolitik in der Region prägten.
Im Rahmen der Veranstaltung wird ein statistischer Überblick über die in Duisburg durchgeführten Eingriffe gegeben, ergänzt durch ausgewählte Fallbeispiele. Zwar ist die genaue Zahl der Betroffenen bis heute unklar, doch der Vortrag analysiert die rechtlichen und administrativen Strukturen, die diese Maßnahmen durchsetzten. Die Teilnehmerzahl ist auf 60 Personen begrenzt.
Ziel der Veranstaltung ist es, anhand historischer Akten und Einzelschicksale ein detailliertes Bild der Zwangssterilisationen in Duisburg zu zeichnen. Durch den Fokus auf die lokale Umsetzung wird deutlich, wie die NS-Politik auf kommunaler Ebene wirkt. Den Abschluss bildet eine kritische Bewertung der langfristigen Folgen des Gesetzes.






