11 June 2026, 08:02

Dramatischer Artenschwund: Fast jede zweite wandernde Tierart ist bedroht

Weltweite Wandernde Tierarten nehmen ab, sagt UN-Bericht

Dramatischer Artenschwund: Fast jede zweite wandernde Tierart ist bedroht

Erster Bericht zum Zustand wandernder Tierarten veröffentlicht – dramatischer Rückgang durch menschliche Einflüsse

Der erste jemals veröffentlichte Bericht zum Zustand der wandernden Tierarten weltweit zeigt die wachsenden Bedrohungen für Tiere auf, die Grenzen überqueren müssen, um zu überleben. Fast die Hälfte der im Bericht erfassten Arten ist aufgrund menschlicher Aktivitäten im Rückgang begriffen.

Der Bericht untersucht 1.189 Tierarten, die unter dem Übereinkommen zur Erhaltung wandernder wildlebender Tierarten (CMS) gelistet sind. Diese Arten benötigen internationalen Schutz oder sind vom Aussterben bedroht. Mehr als jede fünfte dieser Arten steht mittlerweile vor der Gefahr, für immer zu verschwinden.

Die Hauptursache für ihren Rückgang sind menschliche Handlungen. Übernutzung und Lebensraumverlust stellen die größten Gefahren dar. Auch Klimawandel, Verschmutzung und invasive Arten schaden wandernden Tieren. Zudem sind 399 wandernde Arten, die derzeit nicht im CMS erfasst sind, bereits bedroht oder stehen kurz vor der Bedrohung.

Die Studie stützt sich auf zuverlässige Datensätze und bezieht Fachwissen aus verschiedenen Institutionen ein. Sie betont, wie entscheidend wandernde Arten für gesunde Ökosysteme sind. Zudem bieten sie dem Menschen wichtige Vorteile – etwa durch Bestäubung oder Nährstoffkreisläufe.

Die Ergebnisse zeigen, dass 44 Prozent der CMS-gelisteten Arten schrumpfende Populationen aufweisen. Der Bericht unterstreicht den dringenden Bedarf an verstärkten Schutzmaßnahmen. Ohne gezieltes Handeln könnten viele dieser Arten für immer verloren gehen – mit gravierenden Folgen für Ökosysteme und die von ihnen abhängigen Leistungen.

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