Dramatische Rettung: Sieben stürzen nach Bootskenterung in den Rhein
Jonas WagnerDramatische Rettung: Sieben stürzen nach Bootskenterung in den Rhein
Sieben Menschen stürzen nach Bootskenterung in den Rhein – Rettung in letzter Minute
Am Donnerstagnachmittag gerieten sieben Menschen in den Rhein, nachdem ihr Ausflugsboot in der Nähe von Duisburg gekentert war. Wie ein Mitarbeiter einer nahegelegenen Ölanlage beobachtete, trugen die Insassen offenbar keine Rettungswesten, als er den Notruf absetzte. Rettungskräfte rückten umgehend zum Unglücksort bei Rheinkilometer 857 aus – einem stark befahrenen Abschnitt, der für seine kräftige Strömung und vorbeifahrende Frachtschiffe bekannt ist.
Die Wetterbedingungen waren für den Winter mild: Bei Temperaturen zwischen 5 und 8 Grad Celsius wehte ein stetiger Südwestwind mit 15 bis 25 km/h. Starkregen in den Vortagen hatte den Wasserstand des Rheins ansteigen lassen, sodass die Strömung auf 1,5 bis 2 Meter pro Sekunde zunahm. Dieser Flussabschnitt ist berüchtigt für gefährliche Kreuzseen und Sogwirkungen, die durch große Binnenschiffe entstehen und kleinere Boote – besonders bei Fahrt gegen die Strömung – destabilisieren können.
Der Bootsführer erklärte später gegenüber den Behörden, eine hohe Welle eines vorbeifahrenden Frachters habe das Boot getroffen und zum Kentern gebracht. Zwei in der Nähe befindliche Jetski-Fahrer bemerkten den Unfall und zogen die sieben Personen sofort aus dem Wasser. Die Wasserschutzpolizei traf kurz darauf ein, sicherte das gekenterte Boot und schleppte es zum Yachthafen in Emmerich.
Zwei der Geretteten wurden vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht, die übrigen blieben unverletzt. Trotz des dramatischen Vorfalls blieb der Schiffsverkehr auf dem Rhein von der Rettungsaktion unbeeinträchtigt.
Das gekenterte Boot wurde aus dem Wasser geborgen und zu einer nahegelegenen Marina gebracht, wo es nun untersucht wird. Die Behörden meldeten keine weiteren Störungen oder Ermittlungen im Zusammenhang mit dem Vorfall. Alle sieben Beteiligten wurden unverletzt geborgen; nur zwei benötigten eine kurze ärztliche Kontrolle.






